Berichte, Feedback und Gästebuch

Diese Homepage ist aus der Zusammenarbeit vieler hundert Brummer entstanden. So soll es auch weiter gehen! :-) Ich freue mich über Grüße, Anregungen, Links, Ideen und Kritik! Aber ganz besonders freue ich mich über kurze Berichte, wie sie hier schon zu lesen sind! :-) Man lernt ja doch immer nochwas dazu...

Wer Fragen hat und Kontakt sucht, ist besser aufgehoben sich an einen Experten oder mich zu wenden.

 

Anmerkung: Ich erhalte KEINE Kontaktdaten von Euch, wenn ihr euch hier eintragt! Ich habe also keine Möglichkeit zu antworten.

 

Sebastian Knabe

 

Kommentare: 396
  • #396

    Klaus Jäger (Montag, 18 November 2019 12:34)

    Hallo zusammen, mich begleitet das Brummen ja schon einige Jahre. Komischerweise ist mir in den Jahren aufgefallen, dass durch diesen negativen Dauerzustand sich meine Denkweise und mein Handeln ins Positive verändert hat. Ich nehme alles locker und habe kaum Negative Gedanken. Treibe viele Sport und ernähre mich gesund. Rückschläge im Leben machen mir überhaupt nichts mehr aus, bin gegen früher hartnäckiger geworden und gebe wenn ich mir etwas im Kopf gesetzt habe niemals aus. ( Vor einigen Jahren war ich anders drauf!)
    Wie ist es bei euch Dauerbrummern? Könnt ihr bei euch auch eine positive Metamorphose in eurem Wesen beobachten?
    Eure Erfahrungen würden mich echt interessieren!


    Viele Grüße

  • #395

    Antje Potsdam (Freitag, 15 November 2019 23:41)

    Liebe Jessy,

    das kann ich gut nachvollziehen. Ich hatte auch manchmal das Gefühl, dass es auch links losgeht. Aber das war dann nach einer Weile wieder besser. Du machst doch so viel Entspannung und Sport. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auch auf der anderen Seite losgeht. Versuche ruhig zu bleiben. Ich habe noch nicht davon gehört, dass das jemand auf beiden Seiten hat.

    Bleib ruhig und liebe Grüße

  • #394

    Jane (Donnerstag, 14 November 2019 10:54)

    Guten morgen,

    @Jutta: na das freut mich doch zu lesen, dass das entfernte Grummeln bei dir nur noch "am Ende" auftrat, da hoffe ich mal, dass das ein gutes Zeichen ist. Wie gesagt, seit einigen Tagen brummt es bei mir abends wieder stärker, aber sobald ich mich damit entspanne, hört es auch schnell wieder auf. Ich glaube, ich setze mich momentan total unter Druck dass es ganz weg sein soll, und dann bin ich abends gestresst oder so.

    Ich glaube auch, dass die Körpertherapie noch mal viel Aufruhr in das System bringt, weil wir halt viel daran arbeiten. Ich nehme den Ton jetzt nur noch als rein physisches Symptom war, das verändert für mich was. Es ist weniger bedrohlich dadurch.

    Ich habe jetzt noch mal viele Tests gemacht, was die Hyperakusis Theorie angeht. Ich glaube nicht, dass der BT von Außengeräuschen getriggert wird. Ich habe mit einer App die Geräusche gemessen, und manchmal war viel Sound in den betreffenden Frequenzbereichen, und ich hatte keinen BT, und manchmal war es still, und ich hatte BT - mein Fazit: der BT hat für mich nichts damit zu tun wie es außen tönt. Nur damit, wie entspannt oder gestresst ich bin. Eine Form von Überempfindlichkeit meiner Ohren ist vorhanden, und darum brummt es vermutlich.

    Ich werde jetzt nur noch auf Entspannung setzen, und bewusst alles tun um nicht auf die Ohren zu fokussieren, dann hör ich nämlich gar nichts. Nur wenn ich länger die Aufmerksamkeit auf die Ohren lenke, geht es los. Ist ziemlich schwierig das sein zu lassen, aber ich gebe nicht auf...

    @Tiane: diesen Reiseeffekt den du beschreibst, der scheint typisch für den BT zu sein. Ist bei vielen so, und bei mir auch. Wenn ich verreist bin, ist der BT weg. Bin ich daheim, ist er noch ein paar Tage weg, und dann schleicht er sich wieder ein, so wie du sagst. Dieses Phänomen passt auch irgendwie zu keiner der Theorien die hier besprochen werden. Meine Erklärung ist hier folgendes: der BT muss doch primär mit dem vegetativen Nervensystem zu tun haben. Dieses kann man durchaus "steuern" indem man zbsp davon ausgeht, dass ein bestimmtes Symptom zu einer bestimmten Zeit auftritt. Wenn man im Urlaub merkt, oh cool hier brummt es gar nicht, hört man spätestens ab dem 2. Tag auch nicht mehr hin - und entspannt. BT weg. Zuhause "erwartet" man wieder, dass "er" ja noch da ist, und dann bekommt man ihn auch. Richtig mieser Brainf*ck sozusagen ;) Hat sonst jemand eine Erklärung dafür??

    LG
    Jane

  • #393

    Jessy (Donnerstag, 14 November 2019 10:26)

    Liebe Leute ich bin am verzweifeln.
    Den BT habe ich ja auf dem rechten ohr .
    Jetzt fängt mein linkes ohr an das ist so verstopft und fühlt sich an als wäre Wasser drin.so fing es auch leztes Jahr mit dem rechten ohr an bevor der BT kam.
    Habe Montag einen Termin beim HNO und habe so Angst wenn das verstopfte ohr weg ist das ich den BT dann auch links habe .Ich bin am verzweifeln und habe voll Angst auf beiden Ohren das Geräusch zu bekommen .hatte das schon mal jemand von euch ?
    Vor allem was ein Zufall genau leztes Jahr im November war es das rechte ohr jetzt ein Jahr später links .
    Vielleicht kennt das jemand von euch und kann mir weiter helfen lg jessy

  • #392

    Antje Potsdam (Dienstag, 12 November 2019 23:11)

    Hallo Ihr Zwei Jutta und Angelika),

    ohne Euch wäre ich nie so weit gekommen, wie ich jetzt schon bin. Also Dankeschön für Eure sehr anschaulichen Tipps und die Motivation. Wir kommen gemeinsam immer ein Stück weiter. Ich bin so froh, dass es diese Seite gibt.
    Liebe Grüße an alle.

  • #391

    Tiane (Dienstag, 12 November 2019 21:45)

    Hallo Ihr,
    liebe Antje, auch Dir ein Dankeschön für Deine Tips, ich habe heute mal Yin Yoga( für Anfänger) ausprobiert...und trotz meinem Knieproblem habe ich sofort gemerkt...das es mich sehr entspannt und meinem Körper gut tut.
    Angelika, Du beschreibst genau meine Angewohnheiten, bevor der....anfing.
    Jetzt ist ca. die 7. Woche seit dem ich an meiner Körperhaltung arbeite, (nicht mehr auf dem Sofa mit PC sitzen, langes lesen in seitlich abgeknickter Lage, mehr Bewegung, auf Verspannungen so oft wie möglich achten etc.)und ich fange an durch Eure Beschreibungen Hoffnung zu bekommen, da auch ich mein .....sehr häufig nur noch wie Jutta es beschreibt, wie ein fernes Wummern wahr nehme,(in der Nacht ist er durch fehlende Aussengeräusche, noch wahrnehmbarer) und dafür meinen Tinnitus z.B. heute Nacht störender empfand.(aber den habe ich ja schon lange)Ich hoffe so , das es so ist.Ein grosses Dankeschön auch Dir und Jutta, ihr habt mir durch Euren eigenen Heilungsprozess ; und dass ihr uns daran Teil haben lasst, mit den vielen super Tips sehr viel Trost und Hoffnung gegeben.Übrigens ist dieser...wirklich schwer einzuordnen, im Oktober war ich mit meinem Freund für 1 Woche in Irland, nach dem 2. Tag war der ...weg, und schlich sich zu Hause wieder langsam ins Leben.
    Entspannter war ich dort nicht, weil ich immer in mich hinein gehorcht habe, ob der...wieder da ist.
    Aber ich hatte viele gute Gespräche und Spass...und dass hat mir hier in Deutschland ja auch schon geholfen,
    diesen...leiser zu bekommen.
    LG Tiane

  • #390

    Angelika Rheinland (Dienstag, 12 November 2019 14:27)

    Liebe Brummer,
    Habe eine Idee für ein Experiment: Bei mir hatte sich der Brummton immer dann verschlechtert, wenn ich stundenlang in vorgebeugter Haltung am Computer gespielt oder auf der linken Seite (meine Brummseite) auf dem Sofa gelegen und TV gesehen habe. Ein Freund sagte damals: Kein Wunder, dass dir der Schädel brummt, so wie du liegst oder sitzt!

    Lasst doch mal jemanden ein Foto oder Video von euch machen, wenn ihr länger am Schreibtisch sitzt, am Handy oder Tablet seid, TV seht oder sonstige Dinge ohne viel Bewegung macht. Am besten, wenn ihr gar nicht mitbekommt, dass von euch ein Foto gemacht wird. Wer alleine ist, kann sich den Wecker stellen und nach einer Weile mal checken, wie die Körperhaltung ist.

    Seht dann auf dem Foto nach bzw. checkt an euch, ob manche Regionen verkrampft sind, Kribbeln, schmerzen oder sich taub anfühlen. zB
    - Ist eine Schulter hochgezogen?
    - Presse ich die Kiefer aufeinander?
    - lege ich den Kopf schief oder ist er in eine Richtung gedreht?
    - ist der Kopf nach vorne gestreckt oder gebeugt?
    - in welcher Hand halte ich das Handy/Tablet? (Bei mir war's die Brummseite!)
    - Sitze ich gerade oder schief?
    Und so weiter.

    Falls ihr was feststellt, heisst es ausprobieren, ob der Brummbär schwächer wird, wenn man die Fehlhaltung sein lässt. Und das ist der schwierige Teil! Hat bei mir sehr lange gedauert, bis ich die ach so bequeme Seitenlage beim Fernsehen mit Nacken auf der Lehne und Rumdaddeln am Rechner in Schildkröten-Haltung aufgegeben habe. Die beiden Punkte waren bei mir aber neben mehr Bewegung und Entspannung wichtige Bausteine, um den BT loszuwerden.

    Wir checken ständig, ob das Auto funktioniert oder ob wir gut aussehen. Warum also nicht ein Körper- TÜV? Viel Spaß beim Ausprobieren! Und ruhig mal über sich selbst lachen :)

    Liebe Grüße
    Angelika Rheinland

  • #389

    Jutta (Montag, 11 November 2019 20:24)

    Hallo Miteinander,

    Angelika #373: Super! Herzlichen Dank, ganz sicher auch im Namen der neuen Leser / Betroffenen hier, dass du dir die Arbeit einer Suche und Zusammenstellung gemacht hast!!!

    Jane #379:

    Das Grummeln kenne ich, habe es nur nicht so genannt, denke aber, ich weiß, was du meinst. Ich hatte den BT hin und wieder mal so wahrgenommen. Besonders häufig aber später, als es mehr und mehr besser wurde, habe ich ihn als immer leiser und durchbrochner erlebt, so ein sachtes Wummern "aus den hinteren Reihen" ... hatte aber zu diesem Zeitpunkt keine Tests mehr gemacht, ob ich es unterbrechen kann, war mir nicht mehr wichtig. Deshalb kann ich genau dazu leider nichts mehr sagen.

    Bzgl. Ton wie vom Röhrenfernseher ... hmmm. Aber vielleicht meinen wir etwas Ähnliches. Ich stelle mal einen Auszug aus einer Mail an einen Brummer hier rein, der mich per PN angefunkt hatte. Da hatte ich schon lange keinen BT mehr, aber das Geräuch konnte dennoch, wenn es über zwei Tage oder länger da war, nerven:

    "Was noch selten sein kann, ist eine Art Geräusch ähnlich dem Sendeschlusston, wie es ihn früher im Fernsehen gab, nur lange nicht so aggressiv, sondern viel dumpfer. Die Lautstärke kann variieren. Ich merke dann auch, dass ich wieder etwas mehr tun müsste ... da hat sich was verspannt. Ich nehme es auch am Ohrgefühl wahr, das Ohr ist wie "belegt" und ich bin geräuschempfindlicher.

    Bin ich regelmäßig 2 - 3 x pro Woche am Üben mit Theraband, massiere ich den Rücken an der Wand mit dem Blackroll Ball ordentlich durch, mache Lockerungsübungen etc., dann läuft alles prima. Nur wenn ich es zu sehr schleifen lasse, z. B. über 2 oder 3 Wochen gar nichts mache und auch nicht am Putzen bin, dann kriege ich evtl. diese Geräusch. Tue ich dann was (15 min reichen), dauert es etwa einen halben bis einen Tag, dann ist Ruhe."

    Inzwischen sind wieder etwa vier Monate ins Land gegangen und es ist bislang nicht mehr aufgetreten.

    Liebe Grüße

    Jutta

  • #388

    Tiane (Montag, 11 November 2019 17:41)

    Liebe Jessy,
    Danke für Deine Antwort. die Tips von Angelika und Jutta werde ich mir noch mal durchlesen.
    Am Freitag fiel mir ein Buch mit dem Titel -Craniosacral Selbstentspannung- von Daniel Agustoni in der Stadtbücherrei in die Hände.Da ich auch leichte Schluckbeschwerden und eine irgendwie leisere Stimme bekommen habe, war es für mich interessant, zu lesen, das dafür oft verspannte Muskeln/Faszien im Halsbereich verantwortlich sind, die vielleicht dieses ......Du weisst schon, auslösen.
    Auf jeden Fall wende ich einige Übungen seit 2 Tagen an, insbesondere Entspannung des Kopfes, Unterkiefers und Zungenbeins....zusätzlich eine Übung auf YouTube von Helga Pohl; für die Halsregion( es flattert bzw. brummt dann erst kurz doller, wird dann aber leiser) bei der ich das Gefühl habe das der ....dann sehr leise wird...
    Wie Du schon schreibst, es braucht Geduld...und nach anfänglichen vielen trüben Tagen, finde ich jetzt oft meine Lebenslust wieder.. ein super Rezept ist , zugegeben nach dem anfänglichem Schock...wirklich wieder den Alltag etwas zu normalisieren..ich hatte vor kurzem einen Supernachmittag
    mit meinen Schwestern(war erst so trübselig), und wir haben so viel gelacht...das abends, wie bei Dir nach dem shoppen...der....kaum wahrnehmbar war.Vielleicht ist das sogar das beste Reźept, Spass zu haben, zugegebener Massen nicht immer so einfach...aber wenn ich einen guten Tag habe, sage ich mir jetzt immer wie Sebastian Knabe in seinem Buch auch schreibt...der ...ist garnicht so wichtig...Jessy...es braucht Zeit., aber ich glaube mit jedem Lachen und der Freude in unserem Leben, kommen wir Tag für Tag dem Ziel ein Stückchen näher.
    LG
    Tiane

  • #387

    Jessy (Montag, 11 November 2019 15:16)

    Liebe tiane
    Das mit dem verspannten Körper kenne ich auch
    Bei mir ist es rechts und der BT auch rechts .
    Wir sind alle hier um uns zu helfen .
    Ich drücke tagsüber die Zunge extrem gegen die Zähne.
    Wir habe alle viele Ähnlichkeiten in Sachen BT.
    Am besten liest du dir die Texte von Angelika und Jutta gut durch .da sind hilfreiche trix dabei wo man auch nicht viel die Knie braucht so empfinde ich es zumindest .progressive muskelentspanung und allgemeine Entspannung sind wichtig ich mache auch gerne Hypnose zur Entspannung das hilft mir mal abzuschalten.

    Julia bitte gib nicht auf hier sind einige die den BT über mehrere Jahre hatten und ihn jetzt dich los geworden sind.
    Aber trotzdem sollte man sich von dem BT nach Möglichkeit nicht negativ beeinflussen lassen das ist nicht einfach ich weiss .
    Ich selbst habe hoch und Tiefs aber denke mir dennoch selbst wenn der BT bleibt muss das Leben weiter gehen .
    Habe auch manchmal ein Hänger aber dann hole ich mich da raus .
    Hier sind viele gute Übungen und Ratschläge.
    Ich weiss nicht ob der Tinnitus neuser etwas bringen würde .Mein BT findet auch nicht im Gehirn statt also das denke ich zumindest denn wenn es so wäre würde ich ihn immer noch hören wenn ich mir die Ohren zu halte und das ist nicht so .
    Positive Einstellung ist viel wert lg jessy

  • #386

    Batian (Montag, 11 November 2019 10:20)

    Hallo Jane,

    das „Fieprauschen“ kenne ich nicht, das leise „Grummeln“ (kann es auch nicht besser beschreiben) dagegen schon. Es ist nicht immer da, und wenn, dann nur in eher ruhiger Umgebung.
    Ich denke Kopfbewegungen haben nur scheinbar keinen Einfluss, weil egal wie ich den Kopf drehe, die Bewegungsgeräusche sind lauter, überdecken oder ähneln dem „Grummeln“. Ich könnte gar nicht sagen ob es noch da oder weg ist.
    Weg ist es in jedem Fall für einige Sekunden nach dem 10-Sekunden-Beschallungstest.

    Ich hatte nach dem ersten Auftreten des Brummens auch mehrere Monate totale Ruhe. Allerdings kommt über die Jahre das Brummen + Grummeln phasenweise immer wieder zurück. Aktuell hat es seit mehreren Wochen wieder gebrummt bzw. gegrummelt (überwiegend nachts). Dabei spielen Umgebungsgeräusche eine Rolle. Das zeitweise durchgängige Brummen wird von der Wärmepumpe ausgelöst, manchmal auch vom Kühlschrank, das Grummeln stammt vom Straßenverkehrslärm (nahegelegene Autobahn). (Straßenverkehrslärm kann bei mir aber auch zu durchgängigem Brummen führen)

    Seit einigen Tagen brummt es nicht mehr, sondern grummelt nur noch. Seit ich eine andere Zahnpasta verwende, als normalerweise. Laut codecheck.info sind in der einen gleich zwei verdächtige Stoffe enthalten: Propylene Gylcol und Sodium C14-16 Olefin Sulfonate. Diese sind in der jetzigen nicht drin. Ob es daran liegt? Keine Ahnung. Werde es in jedem Fall weiter beobachten.

    Diese ganze Auf und Ab passt für mich zum „Hörschwellen-Hyperakusis-Modell“: Ein bestehender „Defekt“, der durch weitere innere/äußere Einflüsse mal mehr oder weniger stark in Erscheinung tritt.

  • #385

    David (Montag, 11 November 2019 09:53)

    Hallo Julia,

    ich habe einen Noiser und hatte ihn auch für einige Monate im Gebrauch. Das Problem war jedoch, dass diese Geräte schon alleine aufgrund der Bauart nicht in den für mich relevanten Frequenzbereich zw. 50 und 80 Hz vorstoßen. Daher war eine wirklich befriedigende Maskierung nicht möglich. Ich habe dann auch noch Kontakt zu verschiedenen Firmen aufgenommen, die mir allerdings keine Hoffnung machen konnten. Die Geräte sind sehr für klassische "Tinnituspatienten" ausgelegt, deren Ton in einem viel viel höheren Frequenzbereich liegt.

    Solltest du das Geräte bezahlt bekommen (PKV), spricht ja nichts gegen einen Versuch. Sollte dein Ton aber ebenfalls deutlich unter 100 Hz liegen, denke ich nicht, dass dir eine Maskierung geliengen wird.

    Beste Grüße

    David

  • #384

    Jane (Montag, 11 November 2019 00:44)

    Hallo Zusammen,

    @Antje Potsdam, danke für die Antwort. Einerseits dass es bei dir auch nur noch grummelt, und das mit dem Fieprauschen. Dass es mit dem Brummen gehen wird, glaube ich auch.

    Mein BT macht seit dieser Woche ganz ungewöhnliche Sachen. Langsam glaube ich das Ding liest hier echt mit, und wenn man zb schreibt dass es schon lange nicht mehr dröhnt, dreht er noch mal auf. Hatte diese Woche regelmäßig entweder abends absolute Ruhe, oder richtig lautes Dröhnen. Das Dröhnen aber nur meist einige Minuten, und dann wieder ganz leises minimales Grummeln. Das hatte ich seit Monaten so nicht. Aber ich bleibe dennoch total entspannt, weil ich weiß dass es immer schnell wieder aufhört. Aber ich raffe den BT einfach gar nicht mehr.

    Meine Körpertherapeutin hatte mir empfohlen, dieses Wochenende Ohrenpause zu machen, heißt keine Musik oä. und wenn Geräusche sind, ob fiepen oder brummen, diese einfach wahrzunehmen, als etwas physisches, und zu atmen. Dadurch dass der BT auf meine neuen Strategien so reagiert, merke ich dass hier noch Bewegung im Spiel ist und er definitiv beeinflussbar ist!

    Also auch an Julia: nicht aufgeben, weiter nach deinem persönlichen Weg suchen!

    Lg
    Jane

  • #383

    Antje Potsdam (Sonntag, 10 November 2019 23:00)

    Hallo Julia,

    gerade NICHT aufzugeben ist aus psychischer Sicht wichtig. Und der HNO Arzt kann Dir in diesem Fall hier wenig weiterhelfen. Es gibt hier im Forum die besten Tipps wie du selbstständig an einer Besserung arbeiten kannst. Gute Unterstützung sind m. M. Ostheopathie, Physiotherapie und für einige war auch der Chiropraktiker oder eine Atlaskorrektur ein guter Weg.
    Wenn du noch weitere Motivation und Unterstützung suchst, kannst du dir die Videos von „Zwangsneurotiker“ auf YouTube zum Thema Tinnitus anschauen. Der gibt einen guten Einblick, wie solche Phänomene geheilt werden können. Im Prinzip verfolgt er so einen ähnlichen Ansatz wie wir hier.
    Und ein Noiser oder Hörgerät wird ja eher bei Tinnitus zum Maskieren genutzt. Das kannst du beim BT schon mit Ohrstöpseln erreichen.
    @ Tiane: Ich trainiere mit Brasils und mache Übungen für die Tiefenmuskulatur von Gabi Fastner. Zusätzlich mache ich zum Aufdehnen YinYoga. Das sind u.a. meine Geheimwaffen gegen den BT.

    Alles Liebe
    Antje

  • #382

    Julia (Samstag, 09 November 2019 12:36)

    Hallo,

    hat hier jemand Erfahrungen mit einem Noiser bzw. Hörgerät gemacht? Wenn wir den Ton so gut mit einer Frequenz von 120-200 Hz ausschalten können, wäre das doch vielleicht eine geeignete Therapie für uns.
    Eventuell werde ich den Tinnitus Spezialisten Dr. Uso Walter in Duisburg aufsuchen. Kennt ihn jemand? Er hat einen Youtube Kanal und eine Tinnitus App entwickelt.
    Vielleicht hilft es ja den Brummton wie einen Tinnitus zu behandeln.

    Manchmal bin ich mir nicht sicher, ob ich nach 5 Jahren noch weiter suchen soll oder ob es nicht aus psychischer Sicht schlauer wäre, die Hoffnung aufzugeben.

  • #381

    Jessy (Freitag, 08 November 2019 18:46)

    Lieber batian
    Ich habe mich nicht angegriffen gefühlt von dir und deiner Meinung sondern eher verunsichert .halte das mit den neurotoxischen Stoffen auch nicht für ausgeschlossen.wie du ja gelesen hast verzichte ich im Moment auf phenoxylethanol leide brachte mich das nicht weiter

    Und nun zu Jane
    Ich kenne das grummeln leider nicht
    Aber kann ja gut sein das du auf dem weg der Besserung bist hoffen wir das beste .
    Ich werde dran bleiben mir rotlicht zu legen und noch mal mehr auf kiefer und zungenmuskulatur eingehen lg jessy

  • #380

    Tiane (Freitag, 08 November 2019 11:28)

    Hallo ,
    bis jetzt gehörte ich zu den stillen Lesern Eurer Kommentare, aus denen ich sehr viel Kraft und Trost ziehe.Ein großes MERCI�an Euch!!!!
    Mein .....(ich mag ihn nicht nennen�,
    begann vor ca. 3 Monaten.Nach anfänglicher Schockstarre, fand ich zum Glück diese Seite die mich nach unbefriedigenden Arztbesuchsodysseen aufgefangen hat.Ich habe seit 24 Jahren auch einen hohen Tinnituston, den ich versuche als Ansatz im Umgang mit dem .....durch Akzeptanz und Ablenkung zu nutzen.
    Mein ......( ihr wisst schon) ist noch zu frisch, als dass ich hier schon über Veränderungen wirklich sprechen kann, aber unter anderem habe ich den Ratschlag mit der progressiven Entspannung seit 3 Tagen beherzigt...und ich weiss nicht , ob es Zufall ist...aber ich konnte besser ein- und durchschlafen, übrigens ist auch meine Wirbelsäule bzw. Becken schief, und auf der betroffenen.....Seite bis ins Gesicht verspannt.
    Das äussert sich im Schlaf auch durch eine verstopfte Nasennebenhöhle, für die die HNO Ärzte keine Erklärung finden.Meinr Vermutung..auch dort eine Verspannung.Ich habe besonders Antjes Versuch beherzigt, und vom
    Zungenbein bis zum ganzen Gesicht bei Entspannungsmusik in mich rein gehört, und gemerkt wie sogar meine Kopfhaut angespannt ist.
    Seitdem versuche ich so oft wie möglich nicht mehr in diese Verspannungsmuster (in die man automatisch nach jahrelanger Fehlhaltung) zu kommen.
    Ich habe das Gefühl, das der Dings ( ihr wisst schon) dann angenehmer ist.
    Bei mir ist der........übrigens nach Bewegung erst immer weg, und kommt dann nach ca. 15 Minuten wieder.Hat noch jemand einen Tip für eine alternative Bewegung, da ich zur Zeit ein massives Knieproblem habe, ich habe immer so gerne getanzt�
    Beim Fahrradfahren kommt ja leider nicht der ganze Körper in Bewegung.
    Uns allen wünsche ich , einen zielführenden Weg zu ruhigeren Zeiten
    Liebe Grüsse Tiane

  • #379

    Antje Potsdam (Freitag, 08 November 2019 08:09)

    Liebe Jane,

    das mit dem Fieprauschen ist bei mir auch so. Ich sage mir immer, dass es mit dem BT gekommen ist und mit dem BT wieder gehen wird. Ich bemerke auch, dass es bei Stress stärker wird. Am Anfang habe ich das nicht so gehört, weil der BT zu laut war. Jetzt wo er „nur noch“ grummelt und seltener dröhnt, höre ich das FR lauter. Das ist meine Theorie. Ob sie stimmt weiß ich natürlich nicht....

    Liebe Grüße Antje Potsdam

  • #378

    Batian (Donnerstag, 07 November 2019 09:20)

    Es ist nicht meine Absicht irgendjemanden zu stressen. Ich arbeite hier auch nicht gegen euch, sondern für eine Sache: Den Sieg über den Brummton. Und je tiefer man bohrt, desto mehr Details kommen ans Licht. Aber Sebastian hat Recht, das ist nicht der Richtige Ort dafür.
    Sorry, wenn sich jemand angegriffen gefühlt hat.

    Batian

  • #377

    Jane (Mittwoch, 06 November 2019 23:23)

    Guten Abend,

    mal zur Abwechslung ne Frage an die Community, statt neuer Theorien ;)
    Gibt es Leute unter euch, die nicht ein durchgehendes Brummen haben, sondern eher so ein entferntes "Grummeln oder Rumpeln"? Dass es sich zum durchgehenden BT steigert, hatte ich nur in der ganz schlimmen Anfangsphase, und dann noch mal Phasenweise zwischendurch, aber mittlerweile seit Monaten gar nicht mehr. Was bleibt, ist ein mehr oder weniger leises Grummeln halt, das ich auch nicht mehr durch Kopfbewegungen unterbrechen kann, bzw. merke ich es nicht, da es ja nicht brummt sondern eh nur grummelt.

    Wenn ich einen Tongenerator mit 200 Hz laufen lasse (ganz leise), ist das Grummeln weg. (Andere Geräusche maskieren das Grummeln nicht). Kennt das jemand? Gerade die, bei denen der BT weggegangen ist? Hat er sich bei euch auch auf die Art vielleicht verdünnisiert, erst Brummen, dann Grummeln, dann weg?

    Ich habe zudem einige Monate nach dem BT ein extrem hohes "Fieprauschen" im Kopf, mal mehr rechts mal mehr links, dazubekommen. Es klingt wie ein alter Röhrenfernseher. Jetzt wo das Brummen immer weniger wird, ist dieses Geräusch mein Nervi Nr. 1 - hat das jemand von euch vielleicht auch noch? Bin diese Woche grad mal wieder echt aussichtslos, ob ich jemals wieder komplette Ruhe empfinden werde...

    LG an alle
    Jane

  • #376

    Antje Potsdam (Mittwoch, 06 November 2019 23:00)

    Hallo Batian,

    deine Kommentare finde ich durch deine Belehrungen und den aggressiven Unterton nicht zielführend. Wir sind hier ein Forum, in dem Empathie und das Aufzeigen von Erfahrungen mit dem BT im Alltag klarzukommen, im Vordergrund stehen. Vielleicht hast du ja aus deiner BT Zeit dazu etwas beizutragen.
    Viele Grüße Antje Potsdam

  • #375

    Antje Potsdam (Mittwoch, 06 November 2019 22:47)

    Liebe Leute,

    durch das ganze „wieso-weshalb-warum“ bin ich auch noch auf etwas gekommen. Jutta schrieb in ihrer wunderbaren Abhandlung ( du solltest übrigens ein Buch schreiben), dass unter anderem eine Fehlhaltung beim Lesen zum BT geführt hat. Da ist mir eingefallen, dass ich jahrelang abends beim Fernsehen den Kopf nach hinten geknickt habe. Ich habe mit dem Kinn auf der Armlehne gelegen. Manchmal bin ich auch so eingeschlafen und habe mein Genick völlig abgeklemmt.
    Naja, bringt ja alles nichts jetzt zu lamentieren! Ran an den Speck und die Übungen machen, Magnesium und Dr. Jacobs Basenpulver usw. nehmen, Entspannung machen und Stress reduzieren.
    @Jessy: Rotlicht mache ich auch gerne auf den Kiefer-Halsbereich. Das wirkt sehr entspannend.
    Ich wünsche Euch Ruhe und mir auch. Bis bald. Liebe Grüße Antje

  • #374

    Jessy (Mittwoch, 06 November 2019 19:07)

    Ich möchte euch noch eine Beobachtung mitteilen .
    Der BT war ja wieder sehr laut bei mir bis vorgestern da bin ich mit meinem Freund shoppen gefahren und bin an dem Tag fast 14000 Schritte gelaufen von einem laden in den nächsten zwar hatte ich an dem Tag auch eine 1 stündige Auto fahrt hinter mir aber ich glaube nicht das die für die Besserung verantwortlich ist. Noch mal kurz gesagt sehr lange Fahrten bessern das Geräusch einen Tag nach der langen fahrt.
    Auf jeden Fall war es so das nach der langen Shopping Tour der BT Abends sehr leise war ich konnte mit ohropax sehr gut schlafen denke das liegt an dem langen laufen.

    Ach ja bezüglich atlat
    Mein Atlas ist grade dafür war beim Besuch des ortopäden im September raus gekommen das mein kopfgelenk blockiert ist.also so viel zum Thema BT durch bockierung.leider hatte ich nach dem einrenken bezüglich Symptome rund um das kopfgelenk also knacken der hws und klick Geräusche beim Kopf drehen keine Besserung bekommen.aber habe ja am 25.11 wieder ein Termin eventuell muss noch mal eingerenkt werden .im Moment ist auch meine brustwirbelsäule mega blockiert das merke ich immer bin froh wenn der Termin ist und alles erst mal wieder Schmerz frei ist.

    Und noch mal zu ladybrumm die ja im Lezten Text sorgen hatte sie hätte einen anderen BT weil ihr BT bei Fieber weg war.lirbe ladybrumm ich hatte Ende Februar eine fette Grippe mit Fieber der BT war in der fieberzeit für 3 Tage weg .also keine Sorge ich hatte das auch und nach dem Fieber kam der BT wieder .

    LG jessy

  • #373

    Jessy (Mittwoch, 06 November 2019 18:34)

    Hallo liebe Leute. Ich finde ich es sehr toll das Sebastian der Gründer dieser Seite sich immer noch alle Beiträge durchliest um uns zu helfen das ist nicht selbstverständlich .
    Des weiteren habe ich Juttas Texte verschlungen die sie geschrieben hat .konnte garnicht mehr aufhören zu lesen weil alles so spannend war.

    Ich ging gestern im Bett als es wieder brummte habe ich mir mal Gedanken über meinen krankheitsverlauf gemacht.
    Also ich schließe ja zu 70 % eine Schädigung des gehörs aus denn wenn es so wäre glaube ich nicht das ich mein Geräusch durch eine ruckartige kiefer Bewegung stoppen könnte und das kann ich !
    Genau so wie ich es am Anfang durch Kopf überstrecken und Kopf ganz weit rechts zur Seite drehen auslösen konnte.
    Es war ja auch anfangs wie schon erwähnt nur nachts und morgens nachdem ich mich gestreckt habe war es weg den ganzen tag ! Auch war das Geräusch anfangs in der Entwicklungsphase nur nachts wenn ich wach wurde und nicht schon beim zu Bett gehen da.
    Das sind Faktoren die gegen eine Schädigung im hörzentrum sprechen .
    Auch ein Faktor der dagegen spricht ist das sich das Geräusch förmlich ins Leben schlich also erst kurzes Brummen ab und zu was mir auch keine Sorgen bereitet hat.anfangs saß ich auf der Arbeit es brummte ich schüttelte den Kopf und sagte zu meiner Kollegin es brummt im ohr entweder ist das noch von der Erkältung oder ich habe mich falsch bewegt.
    Mir wurde auch bewusst das ich eigentlich schon seid 6 Jahren immer mal wieder Probleme mit dem Nacken hatte ich litt regelmäßig also einmal im Jahr an Kopfschmerzen und nackenschmerzen waren mindestens einmal im Monat.
    Wenn ich diese stärken kopfschmerzatacken bekam ging ich zu Physiotherapie dann war auch für ein Jahr Ruhe mit Kopfschmerzen doch dieses Jahr brach mein Karten Haus zusammen im November hatte ich enorm Stress eine Erkältung und wieder starke Kopfschmerzen also weiss ich natürlich nicht was der Auslöser des BTs war.ich hatte erst im Januar Termine bekommen bei Physiotherapie bevor die Termine waren verschwand mein ohrgeräusche vorläufig wieder. Ich erzählte das auch der Therapeutin sie ging aber nicht weiter auf das ohrgeräusche ein.während einer Behandlung bei ihr verstopfte mein rechtes ohr so komisch also so als wäre Wasser drin ich hatte mir keine Gedanken darüber gemacht dachte es wäre noch von der Erkältung mit der ich ja schon seid November gekämpft hatte. Als ich zum HNO ging stellte man ja auch eine Verminderung fest und wollte aber erst mal abwarten ob das wieder weg geht mit Nasenspray.das verstopfte ohr wurde aber nicht besser bis Februar dann machte es Plopp und das verstopfte ohr war frei aber dafür schlich sich dann wieder der BT in mein Leben. Ich weiss noch das ich es eine Nacht richtig schlimm hatte und in der Nacht bekam ich auch mega nackenschmerzen .Ich ging am nächsten Morgen zum Arzt weil ich mich vor nackenschmerzen nicht bewegen konnte. Die Ärztin quaddelte bei mir das sind so kleine spritzen .Ich erzählte ihr auch von dem Geräusch und fragte ob das durch quaddeln auch weg geht weil eventuell ein Zusammenhang zwischen dem BT und den nackenschmerzen liegt.sie lächelte nur und sagte manchmal kann sie zaubern .naja und den Rest der Geschichte kennt ihr ja schon .also als mir das gestern so durch den Kopf ging würde mir klar das das Geräusch wahrscheinlich wirklich von Muskeln kommt.aber wenn man verzweifelt ist hält man an jeder theorie fest .

    Mal eine Frage in die Runde habt ihr erfahrungen mit rotlicht gemacht ?das soll ja besser sein als körnerkissen oder wärmflasche .
    LG jessy

  • #372

    Angelika Rheinland (Dienstag, 05 November 2019 20:52)

    Lieber Batian,

    In deinen letzten Beiträgen wirkst du zunehmend gestresster. Niemand blockt deine Theorie über Schadstoffe als Ursache des BT. Es muss aber gestattet sein, diese Theorie zu kommentieren, insbesondere wenn sie nicht mit eigenen Erfahrungen übereinstimmt. Ich freue mich für dich, wenn du seit Vermeidung von bestimmten chemischen Stoffen brummfrei bist. Ich bin meinen Brummton allerdings durch Bewegung und Achtsamkeit losgeworden, benutze aber mmer noch die gleichen Pflegeprodukte wie vor und während der Brummerphase.

    Weiterhin finde ich insbesondere deine Aussage in #360 sehr beleidigend:

    "Da von den aktiven Mitschreibern des Öfteren Tatsachen ignoriert, und physikalische Gesetze und anatomische Gegebenheiten nach Belieben außer Kraft gesetzt werden..."

    Niemand von uns, auch du nicht, hat die Ursache und Patentlösung zur Heilung des Brummtons gefunden. Du fühlst dich scheinbar angegriffen, doch bin ich sicher, dass dies hier niemand beabsichtigt.

    Bitte lasst uns weiterhin Berichte über Leidensgeschichten, Erfolge und Misserfolge hören, ohne uns gegenseitig noch mehr zu stressen.

    Liebe Grüße
    Angelika Rheinland

  • #371

    Angelika Rheinland (Dienstag, 05 November 2019 19:08)

    Liebe Brummer, lieber Sebastian,

    @ Sebastian: Danke, dass du uns wieder auf den Weg der Heilung zurückgebracht hast!

    WICHTIG: Insbesondere neue Brummer wissen vielleicht nicht, dass Sebastian die wichtigsten Tips schon in seinen E-Books und auf dieser Website unter der Rubrik "Heilung und Therapie" zusammengefasst hat. Hier gibt's Tips und auch Berichte über Heilungserfolge. Einfach mal ansehen!

    Da sich in den mittlerweile zahlreichen Beiträgen immer wieder hilfreiche Erfolgsmeldungen "verstecken" habe ich alle Einträge überflogen und eure Therapieerfolge unten zusammengefasst. Bitte nicht böse sein, wenn ich was vergessen habe: )

    Bin übrigens immer noch brummfrei. Muss meinen inneren Schweinehund aber immer wieder treten, um den Brummbären mit Bewegung, besserer Körperhaltung und Beschäftigung mit positiven Dingen im Zaum zu halten. Manchmal mühsam, aber ich weiss ja, dass es sich lohnt!

    Liebe Grüße und einen dicken Motivations-Schmatzer
    Angelika Rheinland

    Beiträge im Forum über deutliche Verbesserung oder Heilung:
    Micha #70
    Angelika/Angelika Rheinland # 100, 106, 177, 171, 194, 250, 266, 327
    Sarah #110
    Batian #178, 179
    Julia #187, 189
    Fernanda #210
    Andre #216
    Jutta #176, 217, 218, 243, 246, 247, 249, 286, 328
    Sel #222
    Nightnurse #238
    Frank #252, 310
    Stefan #254
    Antje Potsdam #255
    Uwe #257
    K. Jäger #290
    Jessy #294

  • #370

    Sebastian (Montag, 04 November 2019 19:01)

    Ihr meine Lieben Brummer,

    ich danke Euch für Eure Beiträge und Ideen, Erfahrungen und Vermutungen im Namen von vielen hundert Lesern, die jeden Tag auf diese Homepage kommen! :-)
    Ich wünsche mir, daß wir hier keine Ursachendiskussion entstehen lassen. Das will ich nicht, weil es der Seite nicht gerecht wird. Es soll der Raum für Erfahrungsaustausch sein, Raum für Ideen zur Heilung. Mir ist das sehr wichtig. Es soll hier keine Belehrungen geben, was richtig ist und was falsch - sondern was hilft! :-)
    Manchmal juckt es mich sehr wohl, mit einzusteigen und eine fette Fachdiskussion anzuzetteln. Wir bräuchten dafür aber ein anderes Setting. Hat jemand Vorschläge - bitte Kontakt aufnehmen!

    Liebe Grüße, Euer Sebastian, der sich total freut, daß wir tatsächlich immer weiter kommen!!!!

  • #369

    Jutta (Montag, 04 November 2019 18:57)

    Liebe Jessy,

    coooooool down!

    Du schreibst:

    "Was mich sehr beschäftigt ist die Tatsache das manche von euch wenigstens mal ein paar Tage oder Wochen Ruhe vor dem BT hatten ich jedoch hatte seid Februar nicht mehr eine Nacht in der Ruhe war."

    Jessy, das kann ganz "normal" sein! Bei mir gab's nur in der ersten Zeit mal Unterbrechungen, dann brummte es dauerhaft - es war zum Wahnsinnigwerden! Es veränderte sich erst etwas, als ich schon eine ganze Weile u. a. im Muskelbereich aktiv war.

    Weiterhin schreibst du:

    "wenn er sehr laut ist bringt auch kein ohropax was dann höre ich ihn trotzdem laut."

    Ganz genau so ist es. Ohrstöpsel helfen nach allem, was ich recherchiert habe und auch aufgrund meines Tinnitus sicher weiß, NUR dann etwas, wenn der Trommelfellspannermuskel krampft.

    Ich habe noch drei andere Tinnitustöne. Einer davon ist im Hörzentrum des Gehirns "daheim", zwei andere links und rechts fiepen ununterbrochen vor sich hin (kann ich aber ausblenden).

    Die zwei Fieper sind ebenfalls muskulär bedingt. Der linke (Start 2005) ist aber inzwischen seit meiner Atlaskorrektur und Muskelarbeit etc.. so leise geworden, dass ich ihn fast nicht mehr und nur mit großer Konzentration in absoluter Stille hören kann. Mal schauen, ob der rechte irgendwann nachzieht.

    Zur Zeit des Brummens musste ich abwägen: Die Ohrstöpsel halfen mir gegen den BT, vorausgesetzt, er war nicht zu laut bzw. wenn doch sehr laut, dann hatte es eben nicht den erleichternden dämpfenden Effekt. Denn wenn ich Ohrstöpsel verwendete, musste ich ein unangenehmes Zischen (der Tinnitus aus dem Hörzentrum) und ein ebenfalls lauteres Fiepen in Kauf nehmen.

    Die Sache mit den Ohrstöpseln funktioniert beim Brummton deshalb, weil ein Verschluss des Gehörgangs den "Resonanzraum" für die Geräusche, die der Trommelfellspanner erzeugt, verändert (das sind ja auch Schallwellen).

    Bei einem Tinnitus, der im Hörzentrum entsteht, klappt das nicht, im Gegenteil. Er wird lauter gehört, weil ablenkende Außengeräusche wegfallen. Deswegen können auch viele Tinnitusgeplagte keine Ohrstöpsel benutzen, wenn Gattin oder Gatte schnarcht ... und müssen woanders schlafen.

    Ich hatte übrigens nicht lange vor Auftreten des BT ebenfalls eine fette Erkältung mit einem Hören wie in Watte. Es könnte aber auch, unabhängig von der Erklältung, ein Hörsturz gewesen sein (der muskulär bedingt gewesen sein kann, etwa durch Stress). So genau konnte man das nicht herausfinden.

    Jessy, ich verwette die beiden Pobacken, auf denen ich gerade sitze, dass du "meinen" BT hast. Bleib dran an der Sache, pflege dich gut, bewege dich viel, entstresse, wo es nur geht, auch bzgl. Kinderwunsch ... das kommt alles noch ins Lot, hab' nur ein wenig Geduld!

    Der kleine Fratz kann kommen, wenn es dir besser geht, du als Herzensmensch seelisch stabil(er) dastehst, viel über dich selbst gelernt hast, nicht mehr so wie ich früher der - pardon! - Depp der Nation bist, also besser Grenzen setzen kannst und dich nicht mehr ausnutzen lässt, und dann hundertpro eine ganz ganz ganz andere Basis hast für dich, deinen Partner und den neuen Erdenbürger.

    Lesetipp für dich, wenn du magst: "Zu nett für diese Welt? Wer nein sagen kann, hat mehr vom Leben"

    Liebe Grüße an dich (und ganz dolle ausschnaufen, ja?)

    Jutta

  • #368

    Jutta (Montag, 04 November 2019 18:12)

    Teil 9 und letzter Teil

    Was ich zudem feststellen konnte: Summen ließ den BT immer zuverlässig verstummen. Hörte ich damit auf, fing der Bursche wieder an. Um dieses Verstummen während des Summens überhaupt hören zu können, musste er natürlich entsprechend laut sein, also richtig poltern oder eben dieses vermaledeite Dröhnen. Das Spannende dabei: Die Frequenz, in der ich summte, war EGAL. Es konnten hohe, mittlere oder tiefe Töne sein, der BT setzte für die Zeit des Summens aus. Manchmal habe ich stundenlang vor mich hingesummt, mit bekannter und erfundener Melodie, nur um mal etwas „Ruhe“ zu haben.

    Aber wie kann das sein, wenn dem BT doch sonst nur Geräusche mit passender Frequenz einen kurzfristigen Maulkorb anlegen können?

    Meine Erklärung: Summt man, vibriert eine Partie des Kopfes ordentlich mit, v. a. der Bereich um Ohr und Kiefer. Kleines Experiment: Beim (jetzt mal kräftigen) Summen eine Hand so legen, dass die obere Handpartie auf der Schläfe ruht, der Daumen mit Handballen automatisch unterhalb des Kiefergelenks und entlang des Kiefers (sorry, ich kann’s nicht besser beschreiben). Man wird beim kräftigen Summen deutlich eine Vibration spüren können, bei höheren Tönen nicht so intensiv, aber immer noch gut wahrnehmbar. Je tiefer man summt, desto intensiver ist die Vibration. In diese Vibration einbezogen ist, anatomisch wohl nicht anders möglich, auch das Trommelfell. Diese mechanisch verursachte Vibration dürfte kraftvoller sein als die durch einen krampfenden Trommelfellspanner ausgelöste Vibration und hebt diese auf.

    Zum Schluss:

    Evtl. sind noch die Ausführungen des Arztes Dr. Otto Naegeli interessant (geb. 1871). Unter „Ohrgeräusche“, S. 133 und 134, findet sich eine bemerkenswerte Behandlungsmethode für brummende und summende Ohren, die mir einmal mehr die Möglichkeit vor Augen gestellt hatte, dass wir es (auch) mit einer Muskelproblematik zu tun haben können:

    https://archive.org/stream/behandlungundhei00naeg/behandlungundhei00naeg_djvu.txt


    Viele Grüße an alle

    Jutta

  • #367

    Jutta (Montag, 04 November 2019 18:10)

    Teil 8

    9) „Jutta: „Nur weil das Trommelfell vibriert und dadurch einen BT erzeugt, kann man doch ganz normal hören?“

    Das bezweifle ich. Der Trommelfellspanner erfüllt (wie der Name schon sagt) eine Funktion, die einen Einfluss auf die Wahrnehmungsfähigkeit hat. Wenn dieser Muskel verrückt spielt, würde sich das in einem deutlich veränderten Höreindruck bemerkbar machen. Wenn bereits leichte Kopfbewegungen einen Einfluss auf die Reizweiterleitung in den am Hörprozess beteiligten Nerven haben sollen, dann hätte dies auch ohne Brummton einen deutlich veränderten Höreindruck zur Folge. Und das ist nicht der Fall.“

    Antwort: Kurz vorausgeschickt für interessierte Leser: Ein intaktes Trommelfell schützt Mittel- und Innenohr vor Schmutz und Keimen und leitet den auftreffenden Schall weiter. Es nimmt damit eine essenzielle Aufgabe im Hörprozess wahr. Bzgl. Trommelfellspanner hier ein kurzer Text:

    Der Musculus tensor tympani zieht den Malleus (= Hammer = ein Gehörknöchelchen) nach medial (= zur Mitte hin gelegen) und spannt dadurch das Trommelfell. Durch diese Spannung wird die Reflexion des Schalls am Trommelfell verstärkt (= der Schall wird also gewissermaßen anteilig „zurückgeschickt“) und weniger Schallenergie an die Gehörknöchelchenkette weiter gegeben. Dieser Mechanismus bedeutet einen gewissen Schutz des Innenohrs vor zu hohen Schalldrücken.

    https://flexikon.doccheck.com/de/Musculus_tensor_tympani

    Die normale Aufgabe des Trommelfellspanners bzgl. Wahrnehmungsfähigkeit, von der du schreibst, besteht also bei lauten Geräuschen in einer gewollten Dämpfung der Schallenergie. Hier haben wir auch eine mögliche, ja sogar wahrscheinliche Verbindung zur Hyperakusis, die in diesem Fall nicht im Gehirn entsteht. Ein krampfender oder ein auch nur angeschlagener M. tensor tympani kann diese Funktion der Schalldämpfung vermutlich nicht 100%-ig gut erfüllen.

    Ich selbst gehe davon aus, dass ich noch einen solch angeschlagenen Kumpel habe (und vielleicht immer haben werde), auch wenn es gerade nicht mehr brummt – ich höre hin und wieder ein einmaliges Klacken / Knacken und merke auch, dass es im linken Ohr „arbeitet“. Dann bin ich auch wieder geräuschempfindlicher, höre im Keller die Asseln rasseln und möchte Radio und Fernseher nur ganz leise haben.

    Wenn in Artikeln zum Thema, etwa in der HNO-Zeitung, von einem nachweislich krampfenden Tensor tympani oder Stapedius berichtet wird, dann nicht in Zusammenhang mit Hörbeeinträchtigungen. Es wird die Art des Ohrgeräusches beschrieben (beim Tensor tympani meist ein Summen, Brummen, Morsen etc., beim Stapedius eher ein Klicken), und bisweilen wird auch von anderen Tönen wie einem Klirren berichtet. Abhilfe sollen hier als letzte Therapiemöglichkeit eine monatelang anhaltende Lähmung des Tensor tympani mit Botox oder auch die Durchtrennung schaffen, eine nicht mehr rückgängig zu machende radikale „Lösung“. Die Hyperakusis ist dann gleich inklusive …
    Soweit ich mich entsinnen kann, erwähnt Ergo keine Hörbeeinträchtigung.

    Etwas Ähnliches bzgl. normaler Hörwahrnehmung gilt für Trommelfellperforationen, von denen man annehmen würde, dass sie eine Hörveränderung (in welcher Form auch immer) nach sich ziehen müssten. Ein völlig intaktes Hörvermögen bedeutet aber nicht, dass kein Loch oder Riss im Trommelfell vorhanden ist (bei größeren Verletzungen allerdings darf man fast immer mit Hörbeeinträchtigungen rechnen). Deshalb wird dringend angeraten, bei der bloßen Möglichkeit, sich eine Verletzung zugezogen zu haben, etwa beim Ohrensäubern oder einem Schlag aufs Ohr, sicherheitshalber nachsehen zu lassen, um spätere Komplikationen, die auch eine Hörbeeinträchtigung bedeuten können, entgegenzuwirken.

    10) „Jutta: „Und wie du selbst festgestellt hast, setzt der BT, wenn ein (offenbar ausreichend lautes) Außengeräusch wahrgenommen wird, für die Dauer dieses Geräusches aus.“

    „Nein, das tritt nur auf bei dem Brummton ähnlichen Geräuschen. Die müssen auch gar nicht besonders laut sein, sondern nur deutlich wahrnehmbar.“

    Antwort: Ja, das habe ich aufgrund all der vorangehenden Beschreibungen auf dieser Seite insgesamt vorausgesetzt und nicht extra erwähnt – eine Nachlässigkeit von mir. Es muss, wie du schreibst, immer ein Geräusch auf ziemlich selber Frequenz sein.

    Bei anderen Geräuschen ist eine erheblich höhere Lautstärke erforderlich. Das scheinst du im übrigen auch festgestellt zu haben, denn du schreibst, dass du mit dezenter Radiomusik den Brummton nur übertönen/ablenken konntest, jedoch nicht auslöschen.

    Antwort: Genau.

  • #366

    Jutta (Montag, 04 November 2019 18:08)

    Teil 7

    Über Jahrzehnte hatte der Körper von seiner ungeheuren Kompensationsfähigkeit Gebrauch gemacht. Irgendwann ging es dann wohl nicht mehr, und es gab einen oder mehrere Tropfen, die das Fass zum Überlaufen gebracht hatten. Ich kann nur spekulieren, aber ich schätze, zusätzlich zu meiner komplett verzogenen Muskulatur linksseitig kam noch meine Bewegungsfaulheit und mein Lümmeln am Schreibtisch zu Hause hinzu. Immer wieder hatte mir meine „innere Stimme“ gesagt, ich solle mich vernünftig hinsetzen und mich nicht beim stundenlangen Lesen mit dem linken Unterarm auf der Tastaturauflage aufstützen, so dass die Schulter runtersackt und alles irgendwie gebeugt ist, wobei der Kopf im Hinterkopf-Nackenbereich einknickt (Kopfmuskeln werden falsch beansprucht). Tja … aber „man“ kann ja predigen, was man will …

    Heute beherrsche ich das gerade, entspannte Sitzen auf den Sitzbeinhöckern mit und ohne Lehne, ich achte u. a. auch auf meine Haltung im Stehen und vermeide überdies (habe ich bei einer Ärztin gelesen), eine schwerere Tasche mit Riemen über der linken Schulter zu tragen. Das meiste geht inzwischen ganz automatisch.

    8) "Völlig ignoriert hast Du den Test, bei dem der Brummton für längere Zeit aussetzt. Das ist mit deiner Muskelverspannungstheorie nämlich nicht vereinbar."

    Den von dir erwähnten Test muss ich erst suchen, d. h. ich muss noch mal alles lesen, das ist einfach schon zu lange her. Ich habe den Text jetzt überflogen, aber auf die Schnelle konnte ich nur Ergos Selbstversuch finden, als er nach einigen Monaten Ruhe den BT bewusst wieder provoziert hatte.

    Aber ich kenne, wie schon geschildert, das mehr oder weniger lange Aussetzen sehr gut, sogar für ganze Tage, einmal für fast eine Woche, ohne dass ich einen Grund hätte erkennen können (später dann ging’s ununterbrochen durch). Es hatte sich nichts in meinen Lebensverhältnissen verändert, ich war auch nicht verreist. Aber es war drückend heiß, ich war beim Massieren gewesen und lag dann bei 32 °C draußen im Liegestuhl.

    Ohne dass ich es hätte hören können, weil wir vor dem Haus eine viel befahrene Straße haben, wusste ich im Moment des Aussetzens sofort, dass der BT weg war. Ich nix wie rein in die Bude – und tatsächlich! Der Quälgeist war verschwunden. Ich hatte es irgendwie „ganzkörperlich“ spüren können, so wie ich hin und wieder sehr deutlich hatte wahrnehmen können, dass da was im Ohr rumorte bzw. vibrierte (also nicht immer). Sechs Tage war ich total happy, dann regte ich mich tierisch über eine Bekannte auf, und eine Stunde später war’s das gewesen mit meinem Urlaub vom BT. Später, durch die intensive Beschäftigung mit Muskel- und Nervensystem, konnte ich mir diese Wahrnehmung des „Spürens“ dann halbwegs plausibel erklären.

    Aber auch hier wird ein spürbares Vibrieren erwähnt:

    „Trommelfell vibriert

    Es gehört zur regelhaften Funktion des Trommelfells, dass es durch Schallwellen in Schwingungen versetzt wird und vibriert. Normalerweise sind diese Vibrationen nicht spürbar. Im Rahmen bestimmter Erkrankungen kann es jedoch zu Symptomen wie spürbarem Vibrieren, Brummen und anderen störenden Geräuschen im Ohr kommen.“

    https://www.dr-gumpert.de/html/trommelfell.html

    Mit Sicherheit setzte der Ton immer für eine halbe bis mehrere Stunden aus, wenn ich heiße Bäder genommen hatte (Länge der Bäder bis zu drei Stunden). Und DAS, Batian, ist geradezu hervorragend mit der Theorie der Muskelverspannungen vereinbar! Selber Effekt: Mit dem Igelball im Nacken-/Schulterbereich und der Couchlehne als Hintergrund mit stärkerem Druck hin- und herrollen – war aber mühsam, mit der Zeit erschöpfend und dauerte ebenfalls ewig, bis sich etwas tat. Die Muskelverspannungen lösten sich also durch Wärme oder eine Massage (Massagen beim Profi, auch mehrmals wöchentlich, brachten brummtontechnisch leider nicht so viel, eher im Gegenteil … waren aber nach der Atlaskorrektur trotzdem wichtig!).

    Meine Erklärung: Je entspannter die Muskeln (und damit weniger Druck auf den Trigeminus), desto leiser und / oder durchbrochener ist der Ton (weil der Nerv nicht mehr so stark gereizt wird). Und je mehr sich die Muskelsituation insgesamt über die Zeit positiv verändert, desto weiter zieht sich der Ton zurück und / oder wird durchbrochener, und desto länger werden die BT-freien Zeiten. Vorausgesetzt, dass der Ton (auch) muskulär bedingt ist.

    Es ist natürlich auch nicht MEINE Muskelverspannungstheorie ... sondern eine nach vielen Recherchen in X-Beiträgen hier und anderswo von mir für besonders wahrscheinlich gehaltene Erklärung, die andere lange vor mir als Vermutung in den Ring geworfen haben. Es könnte EINE Möglichkeit sein, wie es zum BT kommen kann.

  • #365

    Jutta (Montag, 04 November 2019 18:06)

    Teil 6

    7) "Aber ein durch so einen Reiz ausgelöstes gleichmäßiges Vibrieren über eine längere Zeit wäre eine sehr unwahrscheinliche Folge."

    Antwort: Ich weiß jetzt nicht genau, was du meinst und kann daher nur allgemein was dazu sagen ...

    Ich gehe keinesfalls von einem gleichmäßigen Vibrieren aus, ganz im Gegenteil. Wie auch in anderen Beiträgen erörtert, habe ich – wie viele andere Brummer – den Ton als variierend in Lautstärke, Rhythmus und Klang erlebt. Das laute Dauerdröhnen war für mich das Schlimmste, er konnte sich aber auch anhören wie ein LKW-Motor, wieder ein anderes Mal schurrend, stockend, morsend usw., zu viele Variationen, um sie jetzt zu beschreiben.

    Meine Erklärung: Je nach Intensität und vielleicht auch „Art“ des Fehlsignals - entsprechend gekoppelt an die Intensität und „Art“ der Irritation des Trigeminus - war der BT durchgängiger oder durchbrochener. Da ich inzwischen für mich bei einer Muskelproblematik angekommen war (also der Trigeminus wird irgendwo in seinem Verlauf irritiert, z. B. durch Kompression im Kieferbereich oder sogar ein gutes Stück davon entfernt, aber alles ist ja mit allem vernetzt, und z. B. Verspannungen im unteren Schulterbereich geben ihr „Problem“ dominosteinartig weiter), überlegte ich, wie der Genesungsprozess aussehen müsste, rein von der "Logik" her.

    Meine Vorstellung damals:

    Die Phasen des Dauerdröhnens müssten kürzer und weniger werden, der Ton - mit ganz sicher einzukalkulierenden, auch mal heftigeren Rückfällen - immer leiser und durchbrochener. Dann kämen Zeiten der Ruhe (Stunden, Tage und schließlich Wochen und Monate) und ein Wiederauftreten, allerdings jedes Mal kürzer und leiser. Bis er schließlich irgendwann ganz ausbleiben würde. Vielleicht noch ein mir auch bekanntes Rauschen hier und da ... und irgendwann ist die Story im Wesentlichen ausgestanden.

    Mit Blick auf viele Genesungsvorgänge auch in anderen Bereichen der Medizin, inklusive Psyche, dachte ich:

    Wenn ein BT plötzlich komplett aussetzt und auch für Wochen, Monate oder sogar ganz ausbleibt, dann ist das entweder vermutlich

    a) das gute Zeichen in der AKUTEN Phase, dass es eine vorübergehende Geschichte war, verursacht BEISPIELSWEISE durch eine neurotoxische Substanz, deren Aufnahme nur über eine begrenzte Zeit erfolgte, oder eine durch eine ungeschickte Bewegung bedingte Wirbelfehlstellung, die von allein wieder ins Lot gekommen ist, und es bestünde daher die begründete Hoffnung, dass der BT nicht mehr oder nur selten für kurze Zeit wiederkommt

    oder

    b) das nicht so gute Zeichen nach längerer BT-Zeit (= chronisch), dass er gerade mal eben (warum?) Pause macht … und dann irgendwann munter mit Ausdauer dort weiterwummert, wo er aufgehört hat.

    Aber über eine akute Phase war ich seinerzeit längst hinaus! Deshalb hoffte ich für mich inständig, dass b) nicht mehr der Fall sein und das Ding einfach abrupt verschwinden würde, sondern dass meine Vorstellung, wie es am besten laufen sollte, zutreffen würde. Auch wenn ich sonst was dafür gegeben hätte, nur mal einige Tage ohne BT zu sein!

    Denn: Von beiden Varianten hatte ich mehrfach gelesen und hieraus meine Überlegungen abgeleitet und mein eigenes ideales Genesungsszenario entwickelt. Lieber ein langsames Besserwerden mit Rückfällen … und dafür irgendwann wirklich Schluss mit Brummen. Und genau so ist es dann auch gekommen.

    Mit dieser Vision vor Augen habe ich viel unternommen. Das heißt, ich war in der Dauerbrummphase fast jeden Tag insgesamt gute eineinhalb Stunden mit verschiedensten Aktionen beschäftigt, dazu Blackroll und kleiner Blackroll-Ball für die Bearbeitung von Schulter- und Rücken, Spazierengehen und Progressive Muskelentspannung (mit fortschreitender Besserung dann von allem immer weniger) und bin wie besessen bei meinen aus dem Internet zusammengesuchten Übungen geblieben, die viele Muskelgruppen von oben bis unten einbezogen (weil ich ja nicht herausfinden konnte, wo genau DER Problempunkt saß).

    Auch in ganz dunklen Stunden des laubbläserartigen Dröhnens und des Eindrucks, dass über Wochen scheinbar überhaupt nichts vorwärts ging, habe ich nicht locker gelassen und mir immer wieder Mut zugesprochen. Und mit jedem noch so kleinen Fortschritt habe ich für mich die Gewissheit entwickelt: Das kriege ich hin! Ich muss nur Geduld haben, es dauert einfach seine Zeit. Was sich wahrscheinlich über Jahre hinweg heimlich, still und leise zusammengebraut hat, wird sich kaum von heute auf gestern in Ordnung bringen lassen:

  • #364

    Jutta (Montag, 04 November 2019 18:03)

    Teil 5

    Auch waren insbesondere die Nacken- und Schultermuskeln laut Aussage meiner Physiotherapeutin „bretthart“. Mein Hausarzt und gleichzeitig Chiropraktiker hatte in der gesamten Hinterfront üble Dysbalancen, Verklebungen, Verhärtungen, kiloweise Triggerpunkte und was weiß ich sonst noch alles diagnostiziert. Ich wurde diese Probleme aber nicht los. Heute weiß ich: Ist der Atlas verschoben, bringt alles Herumdoktern an der Muskulatur mit Physiotherapie und Dauermassagen etc. immer nur kurz- bis mittelfristigen Erfolg. Erst muss das Teil wieder richtig sitzen, dann kann sich nach und nach und in individuell unterschiedlicher Zeit die Muskulatur wieder ein gutes Stück normalisieren. Dazu gehören diverse regelmäßige Übungen, immer Warmhalten (Muskeln und besonders der Trigeminus mögen keine Kälte - siehe auch Kälte als einer der auslösenden Reize einer Trigeminusneuralgie-Attacke), dazu Lockern, Lockern, Lockern … und viiiiiieeel Geduld!

    „Bei der Trigeminusneuralgie handelt es sich um eine besondere Reizempfindlichkeit des fünften Hirnnervs, dem sogenannten Trigeminusnerv. (…) Bei Erkrankungsbeginn setzen die Schmerzattacken überwiegend spontan ein. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können dann zunehmend äußere Reize, so genannte Trigger, die Schmerzen anstoßen. ‚Häufige Auslöser der Gesichtsschmerzen sind beispielsweise ein Berührungsreiz im Gesicht, ein Luftzug oder auch ein Kältereiz (Anm.: Kenne ich gut vom Beginn meiner BT-Karriere! Ein kleines kühleres Lüftlein, und der BT setzte wieder ein oder fuhr zur Höchstform auf!). Die Trigeminusneuralgie tritt häufiger im Winter als im Sommer auf’, ergänzt Dr. Bergmann. ‚Es empfiehlt sich daher, Zugluft und einen extremen Kälteeinfluss im Gesicht zu vermeiden. Im Winter ist es ratsam, die Gesichtshaut zu schützen und eine geeignete Hautschutzcreme aufzutragen.’ Allerdings können auch Sprechen, Kauen, Zähneputzen oder Stress die Schmerzen einer Trigeminusneuralgie auslösen. (…)“
    https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/neurologie/ratgeber-archiv/meldungen/article/trigeminus-neuralgie-tritt-in-winter-haeufiger-auf/

    By the way: Natürlich kann mit dem Atlas alles in bester Ordnung sein und die Muskelprobleme anderswo herrühren. Die Sache mit dem Atlas ist kein Dogma!

    Aber wieder zurück zu meiner BT-Zeit und meinem verzweifelten Suchen nach einer Lösung.

    Da ich mit biochemisch / neurotoxischen Substanzen nicht mehr weiterkam, verabschiedete ich mich vorläufig von einem (Haupt-)Auslöser dieser Kategorie. Es konnte dennoch möglich sein, aber wie sollte ich das herausfinden können? Ob irgendeine neurotoxische Substanz, etwa der anzunehmende Einsatz von Insektenschutzmitteln in der Landwirtschaft bei mir in der Nähe, nach Jahren einen solchen Einfluss nimmt - wie könnte ich es untersuchen und nachweisen lassen?

    Mir blieb erst einmal nur noch, zum Thema "Bewegungsapparat" (immer in Zusammenhang mit dem Nervensystem / der Psyche) - und dies in mehrfacher Hinsicht - zu recherchieren und zu experimentieren.

    An dieser Stelle zwei interessante Ergänzungen:

    Batian, da du ein mögliches Krampfen des Trommelfells(panners) sehr in Abrede stellst: Erinnerst du dich an Ergos Wattestäbchenfaser-Erfahrung? Die ist mir im Hinterkopf immer in Erinnerung geblieben, wie ein kleines Leuchtfeuer, auch wenn ich zu Beginn meiner Recherchen noch nichts Richtiges damit hatte anfangen können. Er schreibt:

    „Da sich zufällig auch mal die Faser eines Wattestäbchens für zwei Tage an das Trommelfell verirrt hatte, wurde meine Theorie bestätigt. Bei dem willkürlichen Brumm des Trommelfells war am Kratzen zu hören, dass dieser Brumm direkt am Trommelfell stattfindet (Myoklonus).“

    Aber wodurch kann das Trommelfell bewegt werden? In der Hauptsache durch von Außen auftreffenden Schall, durch den Trommelfellspannermuskel und arbeitende Stimmbänder. Jedenfalls soweit ich im Bilde bin.

    In einem Brummerbericht (ich weiß nicht mehr wo und kann mich auch sonst an keine Details zur Situation erinnern) habe ich gelesen, dem Betroffenen sei Folgendes passiert, was er sich nicht erklären könne:

    Er habe gerade eine BT-freie Zeit erlebt. Plötzlich blies ihm jemand, ich glaube aus Jux, heftig ins Gesicht, was natürlicherweise einen Lidschlussreflex auslöste (mit beteiligt an diesem Reflex ist, wie ich beim Recherchieren festgestellt hatte, der 1. Ast des N. trigeminus). Unmittelbar darauf ging der Krach im Ohr wieder los, sprich das Brummen setzte ein.

    Aha, dachte ich, ein weiterer möglicher Hinweis auf den Trigeminus! (Umgekehrt kann übrigens auch ein Höreindruck zum reflektorischen Lidschluss führen … )

  • #363

    Jutta (Montag, 04 November 2019 18:01)

    Teil 4 (Hoffe, ich bin jetzt nicht in meinem Text verrutscht und schicke doppelt - hocke schon so lange am PC ... )

    Bevor ich’s vergesse: Ziemlich am Anfang hatte ich mich bei meinen Recherchen auch intensiv auf das Innenohr gestürzt - dies war aus meiner Sicht nahe liegend, aber eben auch ein extrem umfangreiches Thema, dem sich schon andere Brummer ausführlich gewidmet und diverse (verordnete) Medikamente ohne Erfolg ausprobiert hatten. Schließlich bin ich dann doch mehr in Richtung Wirbel, Kopfgelenke, Muskeln und Trigeminus gegangen.

    Aber es hätte durchaus eine Innenohrproblematik sein können, und ich hatte einiges dazu gelesen, wie ein Brummgeräusch auch dort entstehen kann. Der Schwindel und die Übelkeit, unter denen ich zwischendurch litt, deuteten für mich darauf hin.

    Einige Zeit darauf kamen noch Angst-Anfälle (ohne konkretes Thema) hinzu, fast wie in Wellen. Ich konnte dieses Erleben an nichts festmachen, ja sie nicht einmal wirklich beschreiben, deshalb habe ich mich in die Recherche gekniet und versucht, meine Kenntnisse aus Psychologie und Psychiatrie zu Angst- und Panikstörungen auf den Prüfstand zu stellen. Und siehe da: Eine Bildungslücke! Der Vagusnerv konnte ein durchaus denkbarer Auslöser sein. Dann bin ich auf folgende Info gestoßen:

    „Das Trommelfell ist ein sehr empfindliches Organ. Berührungen werden oft als schmerzhaft empfunden und können sogar mit Übelkeit und Ohnmacht einhergehen. Verantwortlich hierfür sind verschiedene Äste des Nervus trigeminus und des Nervus vagus, welche das Trommelfell sensibel innervieren.“

    https://www.dr-gumpert.de/html/trommelfell.html

    So könnte also auch ein durch eine Nervenfehlsteuerung ausgelöstes Vibrieren des Trommelfells die oben genannten Symptome wie Schwindel und Übelkeit hervorrufen.

    Bleiben wir bei der Theorie eines krampfenden Trommelfellspannermuskels:

    Dazu sei noch vorausgeschickt: Zu Beginn hatte ich alles, was ich im www kriegen konnte, zu neurotoxischen und biochemischen Wirkstoffen recherchiert und daraufhin versucht, mögliche Auslöser zu eliminieren: Ich kaufte ohnehin nur Naturkosmetik für Pflege und Reinigung des Körpers, das Haar-Gel hatte ich ersetzt (wegen Phenoxyethanol), Bio-Reinigungsmittel hatte ich sowieso im Haus (nur zu diesem Zeitpunkt gerade nicht für die Spülmaschine, was ich nach einem Brummerbericht änderte), ich hatte nichts mehr mit Geschmacksverstärkern und nur ungespritzte Bio-Produkte gegessen, hatte sogar das Medikament für meine Venen nicht mehr wegen fraglicher Farbstoffe eingenommen, zusätzlich Zucker als Stimulanz fast bis auf Null reduziert, darüber hinaus keine weiteren das Nervensystem anregenden Substanzen mehr konsumiert wie Kaffee, Schokolade und, und, und ... und noch viel mehr! Nicht alles sofort zusammen, sondern erst einmal zum Austesten eins nach dem anderen. Über ca. ein halbes Jahr absolut konsequent, um auch einem nur langsam eintretenden Effekt Rechnung zu tragen.

    Ergebnis meiner Askese: Ich hatte den Eindruck, dass der BT nicht mehr ganz so aggressiv war und sich das Nervensystem insgesamt ein wenig beruhigt hatte (ggf. nachvollziehbar, wenn eine ganze Reihe von stimulierenden Stoffen wegfällt). Aber DIE auslösende Substanz war leider nicht dabei gewesen. Von Glutamat allerdings hatte ich mitbekommen, dass mir der BT nach Verzehr die Hölle wieder besonders heiß machte ... Und dann erinnerte ich mich, dass ich schon in jungen Jahren ein seltsames „warmes“ Kribbeln links die Schläfe hoch empfunden hatte, also auf der Seite des BTs, und zwar während und nach dem Essen im China-Restaurant (Glutamat in rauen Mengen!!!). Das würde mit dem Verlauf des 3. Trigeminus-Astes zusammenpassen. Demnach war wohl bereits eine gewisse Empfindlichkeit des Nervs gegeben, die sich in meinem Fall in dieser Form gezeigt hatte.

    Wie aber kam es zu dieser Empfindlichkeit? Und warum nur links und nicht beidseitig?

    Die einzige für mich im Moment schlüssige Erklärung ist mein schwerer Autounfall mit 16 Jahren, bei dem sich offenbar der Atlas so verschoben hatte, dass sich zur geraden Ausrichtung des Kopfes die Muskulatur entsprechend verziehen musste. Seit dieser Zeit hatte ich immer linksseitig Muskelprobleme und auch hin und wieder Schmerzen, die nicht zu beheben waren.

  • #362

    Jutta (Montag, 04 November 2019 17:55)

    Teil 3

    Hyperakusis wird tatsächlich gemeinhin als im Gehirn entstehend verortet (was sicherlich häufig zutrifft). Es gibt aber auch Beobachtungen, dass sie mit einer vermehrten Aktivität des Trommelfellspanners in Verbindung gebracht werden kann:

    http://www.hyperacusis.net/other-factors/tensor-tympani-syndrome/

    Und vielleicht auch noch interessant (ganz allgemein):

    https://www.dizziness-and-balance.com/disorders/hearing/tinnitus/tensor%20tympani%20and%20stapedius%20myoclonus%20tinnitus.html

    Ich komme noch einmal darauf zurück.

    5) „Jutta: „Ob dieser Nerv nun durch Chemikalien, Glutamat & Co. oder verspannte Muskeln usw. gereizt wird, ist im Prinzip wurscht.“ Das stimmt so nicht. Die Theorie mit Muskelverspannungen als „Brummtonauslöser“ stammt jedenfalls nicht von Ergo."

    Antwort: Es geht mir, genau wie geschrieben, ums PRINZIP und sagt nur aus, dass es – so lange wir nichts anderes wissenschaftlich erwiesen auf dem Tisch liegen haben - verschiedene Auslöser für den BT geben kann (ggf. auch in Kombination) und dass ich davon ausgehe, dass es etwas mit Muskelverspannungen und dem Trigeminus-Nerv zu tun hat / zu tun haben kann.

    Und ich habe auch nicht behauptet, dass die Theorie "Muskelverspannungen als Brummtonauslöser" von Ergo stammt. Als ich in den Berichten von BT-Betroffenen zu recherchieren begonnen hatte, bin ich immer wieder - hier und da und dort - auf die Erwähnung von Fehlstellungen von Wirbeln, muskuläre Dysbalancen, Kopfgelenksprobleme, Nacken- und Schulterverspannungen usw., usf. gestoßen.

    Ich habe eine geduldige, schier nicht enden wollende Stoffsammlung betrieben, alles Mögliche ver- und abgeglichen, in Beziehung gesetzt, Zusammenhänge zu erkennen versucht, Daten aufgenommen und ebenso häufig aussortiert ... und immer wieder frustriert von vorn angefangen, allerdings konnte ich dank gewonnenen Wissens jeweils eine Stufe „tiefer“ einsteigen.

    Ich habe mich mit dem Bewegungsapparat und dem Nervensystem befasst, inklusive verschiedenster Selbstexperimente. Auch die Beschäftigung mit dem Hörzentrum nahm viel Raum ein, führte aber mich persönlich nicht zu einem Durchbruch in der schlüssigen Erklärung des BTs, geschweige denn zu einer möglicherweise deutlich lindernden oder gar heilenden Vorgehensweise.

    6) „Und sie hakt auch in einem entscheidenden Punkt: Ein „Abdrücken“ irgendeines Astes des Trigeminusnervs, der andere Kopfmuskeln versorgt, kann keinen Einfluss auf den Trommelfellspanner ausüben, da hier keine direkte Verbindung besteht. Das würde nur funktionieren, wenn du den vom Gehirn zum Trommelfellspannermuskel führenden Nervenstrang quetschen würdest.“

    Antwort: Ich hatte geschrieben: "Ich konnte den BT auch durch heftigsten Druck mit der Hand im Bereich unterhalb des Ohres - da, wo das Kiefergelenk gut zu tasten ist - zum Schweigen bringen."

    Wo liest du heraus, dass ich hierdurch einen Trigeminusast "abgedrückt" hätte? Es geht vielmehr um eine mechanische Manipulation einer Gesichtsregion, die vom Trigeminus innerviert ist bzw. in deren Nähe er verläuft – ich hatte ja experimentiert, was irgendeine Veränderung hervorruft, egal welche.

    Ein Nerv sendet einerseits Steuerungssignale z. B. an Muskeln und empfängt andererseits Reize, die er - wie im Fall des 5. Hirnnerven Trigeminus - direkt an das Gehirn weiterleitet. Manipulationen, etwa durch Bewegung, veränderte Haltung oder Drücken auf bestimmte Muskelpartien / Triggerpunkte lösen einen Reiz aus, der im Gehirn anlandet und verarbeitet wird - und ggf. resultiert hieraus dann eine Reaktion, also ein erneutes Steuerungssignal.

    Ist der Nerv, wodurch auch immer, bereits irritiert / "gestört" und sendet Fehlsignale (z. B. Krampfen des Trommelfellspannermuskels), dann kann eine weitere "Störung" oder einfach eine Veränderung (etwa eine Kopfbewegung) wiederum eine Veränderung / Abstellen der Fehlsignale bewirken. Ich konnte durch verschiedene Kopfhaltungen den BT lauter oder leiser werden lassen, so wie einige andere Betroffene auch, und das typische Kopfbewegen / schnelle Links-Rechts-Kopfschütteln und der darauf folgende tonaussetzende Effekt ist ohnehin bekannt. Man könnte also sagen:

    Die Störung (= Fehlsteuerung) wird durch eine weitere Störung (= Manipulation z. B. durch Druck, Bewegung etc.) GESTÖRT, so dass sie nicht mehr in der bisherigen Weise (weiter)stören kann …

  • #361

    Jutta (Montag, 04 November 2019 17:52)

    Teil 2

    Hallo Jutta (#336),

    1)" das „Ergo-Modell“ war in der Anfangszeit meine wichtigste Informationsquelle."

    Antwort: Es war auch für mich einer der ersten „inspirierenden“ Beiträge, die ich zum BT gelesen hatte. Nur wollte ich mich hüten, in die Falle der monokausalen Erklärung zu tappen und dann stramm dabei zu bleiben, auch wenn es noch weitere Erklärungen geben könnte. Wäre das der Fall gewesen, würde ich mich heute noch im Kreis drehen und wäre nicht da, wo ich bin. Dazu später mehr.

    2) "Er führt den Nachweis, dass biochemisch/neurotoxisch wirksame Substanzen der Auslöser des Brummtones sein müssen."

    Antwort: Ergo beschreibt und erläutert SEINE Erfahrung, SEINE Spurensuche und SEINE Schlussfolgerungen daraus. Das ist noch KEIN wissenschaftlich begründbarer Nachweis, dass biochemisch bzw. neurotoxisch wirksame Substanzen DER oder gar der ALLEINIGE Auslöser sein müssen.

    Um provokanterweise und spaßeshalber eine Schippe draufzulegen, gehe ich sogar noch einen Schritt weiter. Ich stelle in den Raum, dass es möglich sein KÖNNTE, dass Ergos BT-Reaktion auf eine neurotoxische Substanz aus dem Desinfektionsmittel (aber auch auf Glutamat!) evtl. nur die Folge einer anderen Ursächlichkeit ist, beispielsweise einer Muskelproblematik.

    Als Zahnarzt ist Ergo gezwungen, die Kopf-, Hals-, Nacken-, Schulter- und Rückenpartie immer wieder über längere Zeit in einer unguten Stellung zu halten. Eine Rückfrage bei meinem ZA ergab, dass er nur mit steten Lockerungs-, Dehn- und Kräftigungsübungen über die Runden kommt und sich ansonsten mit massiven Verspannungen und Schmerzen herumplagen muss.

    Was, wenn nun diese ungute Haltung eine Dauerirritation der in den genannten Körperpartien beheimateten Nerven bedingen könnte (wobei immer auch, wenigstens indirekt, das gesamte Nervensystem betroffen ist), so dass hier eine größere Empfindlichkeit für biochemische / neurotoxische Reize gegeben wäre?

    Weiter unten erläuterte ich mögliche Zusammenhänge Nervensystem bzw. Trigeminus und Muskelprobleme, auch mit Verweis auf eine Empfindlichkeit für Glutamat, was ich aus eigener Erfahrung schon vor meiner BT-Zeit kenne.

    3) Und damit stimme ich überein (mit Einschränkungen).
    Er beschreibt den Brummton als Folge neuromotorischer Störungen. Mal mit Ursprung im Zentralnervensystem (ZNS) mal direkt im Muskel. Insgesamt alles sehr detailreich und undurchschaubar…
    Dass (neuro)toxische Stoffe auch nachhaltige Schäden anrichten können taucht hier gar nicht auf, sondern er beschränkt sich auf vorübergehende neurobiologische Störungen.

    Auf das von dir angesprochene Desinfektionsmittel fiel sofort auch mein Augenmerk, da ich Phenoxyethanol als an meinem „Brummton“ beteiligt ansah und dies eben ein häufiger Bestandteil von Desinfektionsmitteln ist. Er lässt sich leider nicht näher über die genauen Inhaltsstoffe aus.

    4)" Was er in seinem „Ergo-Modell“ allerdings gar nicht berücksichtigt hat, ist der Aspekt der Hyperakusis. Was auf einfachere Weise eine Erklärung für den durch Geräusche angeregten Brummton hätte liefern können…"

    Antwort: Folgendes möchte ich vor meinem Eingehen auf die Gründe für Hyperakusis noch vorausschicken, siehe Batian #346: „Ausgangspunkt ist eine Störung im Hörzentrum des Gehirns.“:

    Mein Mann ist u. a. Messtechniker und baut hobbymäßig Lautsprecher. Er hatte mir vorgestern auf mein Nachfragen und unter großem Erstaunen meinerseits erklärt, wie es möglich sein kann, dass ein Geräusch mit der passenden Frequenz den Trommelfellspannermuskel (= M. tensor tympani) anregen oder andererseits „abschalten“ kann, und mir wurde einmal mehr klar, was da tatsächlich bei diesem Muskel ablaufen könnte. Ich bekomme es jetzt nicht mehr zusammen, liefere es aber nach, er schreibt es für uns auf.

    Ich selbst kenne vorrangig das „Abschalten“ des BTs durch ein Geräusch der etwa selben Frequenz, nicht nur für die Dauer des Höreindrucks, sondern zur BT-Anfangszeit teilweise auch für Minuten oder Stunden. Eine spezielle Erfahrung etwas später hätte mich fast kirre gemacht, weil sie eindeutig (doch) auf das Hörzentrum hinzudeuten schien und damit der Trommelfellspanner-Theorie widersprach. Ich konnte mir das damals nicht zusammenreimen und habe es notgedrungen erst einmal beiseite gepackt – hatte ich inzwischen doch schon zu viele Hinweise, dass zumindest bei mir etwas mit dem Trommelfellspanner und dem Trigeminus im Busch sein könnte. Irgendwann würde ich vielleicht auf eine Erklärung kommen oder anderweitig darauf stoßen. Auch zu dieser Erfahrung dann im Nachtrag noch Genaues (bitte ein wenig Geduld, Klaus und ich sind im Moment gut eingespannt). Deshalb verstehe ich Batian mit seiner Konzentration auf das Hörzentrum sehr gut …

  • #360

    Jutta (Montag, 04 November 2019 17:49)

    Teil 1

    Antworten auf Fragen von Batian #337),

    Hallo Batian, hallo liebe BrummerInnen und alle Interessierte,

    besser als Jane in #354 hätte ich es nicht schreiben können! Ich sehe es auch so, wenngleich natürlich auch Angelika Recht hat, wenn sie Bedenken anmeldet und befürchtet, dass verzweifelte (Neu-)Betroffene mehr verwirrt denn informiert sein könnten, wenn sie sich mit unseren Texten befassen.

    Dennoch: Menschen wie Batian sind ungemein wichtig, denn sie sind des „Teufels Anwalt“, sie fragen, hinterfragen, stellen infrage, was behauptenderweise in den Raum gestellt wird. Nur so kommt man (vielleicht) weiter, und nur so sind (vielleicht) Erkenntnis ganz allgemein und schließlich hilfreiche Kenntnisse zu diesem höchst spannenden und überaus komplexen Thema möglich.

    Leider sind wir im Moment noch alle in der Situation, dass wir für unsere Vorstellungen keine Beweise haben (oder nur nicht wissen, wo wir sie finden können), sondern allenfalls spekulieren und „griffigen“ Hinweisen nachgehen können.

    Und so lange ich nichts anderweitig Schlagkräftiges höre oder lese, bleibe ich FÜR MICH bei meinen Erfahrungen und Überlegungen, die ja wiederum u. a. auf den Erfahrungen und Überlegungen anderer aufbauen bzw. ich übernehme Teile davon.

    Und, mit das Wichtigste überhaupt: Ich verfüge inzwischen über zu viele Puzzleteile, die über die Zeit ein absolut stimmiges Bild (für mich) ergeben haben. Kommt noch als erfreuliches Ergebnis meine Genesung hinzu, die exakt so abgelaufen ist, wie ich es im Falle, dass ich (für mich) Recht haben sollte, vorausgesehen hatte.

    Daher werde ich mit folgenden Ausführungen, wobei ich Batians Fragen als Aufhänger nutze, tiefer und hoffentlich einigermaßen verständlich in die Materie einsteigen. Aber: Ich bin immer für alles offen und jederzeit zum Umdenken und Umschwenken bereit.

    Wer kann schon wissen, ob wir nicht von zwei Phänomenen sprechen, die sich in einigen Punkten ähneln, einige ähnliche oder scheinbar identische Auswirkungen haben und trotzdem in ihrer Ursächlichkeit grundverschieden sind?

    Nach allem, was ich über die Schwierigkeit, wirklich gute und v. a. „saubere“ Diagnostik zu betreiben, weiß, bin ich ganz ganz vorsichtig mit einem Beharren auf irgendeiner „Diagnose“. Auch im psychischen Bereich heißt es nicht umsonst: Das Problem, mit dem der Klient oder Patient kommt, ist häufig nicht das Problem, um das es tatsächlich geht – auch wenn zunächst und sogar noch über einige Zeit alles danach aussieht. Und ich selbst wäre bereits fünf Mal völlig unnötig operiert und sogar schon unter der Grasnarbe, hätte ich mich im letzteren Fall auf die Diagnose meiner früheren Hausärztin verlassen.

    Im Jahr 2000 deutete alles ohne Frage auf eine bestimmte Erkrankung hin, die Symptome passten wie A… auf Eimer. Aber es war eben doch nicht das, wofür man es gehalten hatte. Gerettet hatte mich eine unsichtbare Stimme, die mich beschwor, ins Krankenhaus zu gehen, die Diagnose wurde gleich mitgeliefert. Als ich von akustischen Halluzinationen ausging, weil ich mich kaum noch auf den Beinen hatte halten können, sah ich vor meinem geistigen Auge meine eigene Todesanzeige: „Nach kurzer schwerer Krankheit usw.“ – samt aller Daten wie Geburtstag und -jahr, nur der Sterbetag war verschwommen. Als ich mich für komplett bekloppt hielt und mich weigerte, mich lächerlich zu machen und den Notarzt zu rufen, erschien die Anzeige ein zweites Mal.
    Die Diagnose war tatsächlich korrekt, auch wenn sie im Krankenhaus trotz diverser Untersuchungen erst einmal nicht hatte gestellt werden können. Aber man hängte mich aus Verlegenheit an den Antibiotikum-Tropf, nur zur Sicherheit, und am nächsten Tag stellte man mich erneut auf den Kopf – wieder ohne Ergebnis. Auf Verdacht wollte man mir dann in den Bauch schauen und entdeckte eine „Katastrophe“, so der Chirurg. Vermutlich, so seine Aussage, hätte ich die Nacht ohne Antibiotikum nicht überlebt.

    Vielleicht ist mit diesem Hintergrund dann auch eher verständlich, dass ich im Text zumeist nur von „kann“, „könnte“ und „möglich sein“ spreche, auch wenn ich persönlich im Augenblick sehr davon überzeugt bin, dass die allermeisten Brummer ein muskuläres und "nervliches" Problem haben.

    Deshalb:

    „Nicht Sieg sollte der Zweck der Diskussion sein, sondern Gewinn.“ Joseph Joubert

    In diesem Sinne möchte ich auf Batians Fragen antworten. Um kein Kuddelmuddel zu produzieren, habe ich aus Batians Text #337 Abschnitte gemacht, diese durchnummeriert und meine Antworten entsprechend mit „Antwort“ gekennzeichnet. Sonst kennt sich irgendwann keiner mehr aus, und so kann man dann auch wieder leichter Bezug nehmen.

    Also, pack mers, auf geht’s (wie wir Bayern sagen)!

  • #359

    Batian (Montag, 04 November 2019 11:42)

    Stress und Verspannungen scheinen bei den meisten hier ja eine tragende Rolle zu spielen.
    Dazu kann ich aus eigener Erfahrung nur wenig beitragen. Nur in der Anfangszeit des ersten Auftretens war das Brummen insgesamt sehr viel stärker. Es stimmt schon, Stress und Muskelanspannung hatten Einfluss darauf. Allerdings sehe ich nach wie vor einen Schadstoff als das damalige Hauptproblem an. Denn es verschwand relativ Schnell nach Entdeckung dieses Zusammenhangs. In derartiger Intensität ist das Brummen auch nie mehr zurückgekommen. Auf die Schadstoffproblematik ist von anderen Betroffenen aber bisher niemand so wirklich eingegangen.

    Wieso blocken beim Thema Schadstoffe alle sofort ab?

    Dass allgemein Schadstoffe Hörstörungen wie Hyperakusis verursachen können ist keine Behauptung von mir, sondern erwiesene Tatsache. Bei einigen Medikamenten findet sich dieser Hinweis auch als Nebenwirkung im Beipackzettel. Nun fallen nicht alle Schadstoffe in den Bereich der strengen Arzneimittelverordnung, sondern nur unter die Kosmetikverordnung oder Gefahrstoffverordnung. Was nicht heißt dass sie weniger gefährlich wären, oftmals ganz im Gegenteil. Und hier gibt es keine Pflicht vollständig über Nebenwirkungen aufzuklären. Die Verbraucher sind auf sich gestellt. Das bedeutet, wenn jemand einen Verdacht hat, sollte er keine Scheu davor haben, das auch einer breiteren Öffentlichkeit mitzuteilen. Alles andere führt zu nichts.

  • #358

    Batian (Montag, 04 November 2019 11:38)

    Da von den aktiven Mitschreibern des Öfteren Tatsachen ignoriert, und physikalische Gesetze und anatomische Gegebenheiten nach Belieben außer Kraft gesetzt werden, hier noch mal was zu brummender Muskulatur:

    Wenn man sich den Aufbau des Ohres anschaut, wird einem schnell klar, dass es nur in seltenen Ausnahmefällen dazu kommen kann, dass man tatsächlich Muskeltätigkeiten hört. Das wäre dann auch kein konstantes Brummgeräusch über einen längeren Zeitraum, sondern würde eher immer mal nur kurz in Erscheinung treten. Vor allem ließe es sich nicht durch Geräusche unterbrechen.

    Schall kann über das Mittelohr (Trommelfell + Gehörknöchelchen) oder direkt über Knochenleitung in das Innenohr (Hörschnecke) gelangen. Beim Weg über das Mittelohr wird eintreffender Schall enorm verstärkt. Um den Schall unter Umgehung des Mittelohres direkt in der Hörschnecke wahrnehmen zu können ist eine zigfach (!) höhere Lautstärke erforderlich!

    Brummende Muskeln können nur gehört werden, wenn sie ein so lautes Geräusch erzeugen, dass es über der Hörschwelle liegt. Das könnte man mit einem Stethoskop problemlos feststellen und lokalisieren.

    Gut hörbar sind nur Geräusche, die direkt an Knochen entstehen. Gelenke, Rücken-/Halswirbel, Zähne, kommen generell in Frage, um hörbare Geräusche zu produzieren.
    Geräusche, die in Muskulatur, Blutgefäßen, Bindegewebe entstehen, können nur gehört werden, wenn sie in unmittelbarer Nähe der Hörschnecke, des Trommelfells oder im Gehörgang entstehen. Bereits in wenigen Zentimetern Abstand ist die Dämpfung so stark, dass nichts mehr wahrgenommen werden kann bzw. allenfalls in die Grauzone zwischen Reizschwelle und Hörschwelle fällt.

    Das sind alles Tatsachen, und um deren Wahrheitsgehalt festzustellen muss man nicht stundenlang wissenschaftliche Abhandlungen studieren, sondern kann sie sofort mit einem einfachen Selbsttest überprüfen:
    Man lege die Hand mit nur leichtem Druck auf die Ohrmuschel. Was hört man jetzt? Ein deutliches brummend-dröhnendes Geräusch -> die Muskeltätigkeit in Hand und Arm.
    So, und jetzt die Hand auf irgendeine Stelle am Kopf, in Ohrnähe, aber außerhalb der Ohrmuschel legen. Was hört man jetzt von den Muskeln? Nichts.

    Einzig die am Hörprozess beteiligte Muskulatur käme in Frage hörbare Brummgeräusche zu erzeugen. Aber wenn diese Muskeltätigkeit in irgendeiner Form gestört wäre, würde sich das sofort bemerkbar machen in einem deutlich veränderten Höreindruck (dumpf/gesteigert/gemindert).
    Und falls man diese ganzen Geräusche entgegen aller Widrigkeiten doch mal hören sollte, so hätten sie alle eines gemeinsam: sie ließen sich nicht durch äußere Geräusche beeinflussen oder gar zum Verstummen bringen.

  • #357

    Batian (Montag, 04 November 2019 11:34)

    Hallo Jessy.

    Jeder Brummtonbetroffene stellt irgendwann fest, dass das Brummen durch Geräusche unterbrochen und ausgelöst werden kann. Warum das so ist, konnte bisher nie schlüssig erklärt werden. An diesem Punkt hat bisher jedes Erklärungs-Modell versagt. Das „Hörschwellen-Hyperakusis-Modell“ schließt diese Lücke.

    Jutta hat die Idee des „Ergo-Modells“ mit dem vibrierenden Trommelfellspannermuskel weiterverfolgt. Allerdings hakt das an einigen Punkten, denn wenn der Trommelfellspanner verrückt spielt, würde sich das in einem deutlich veränderten Höreindruck (dumpf/gesteigert/gemindert) bemerkbar machen. Das Gehör funktioniert bei den Brummern in der Regel aber einwandfrei. Außerdem wäre das Brummen nicht in dieser Weise von Geräuschen beeinflussbar.

    Bei meinem Test kommt es zu einer beidseitigen Hörschwellenverschiebung, obwohl nur ein Ohr beschallt wird.
    Wenn Du meinen Test durchgeführt hast, das Brummen dabei im gegenüberliegenden Ohr aufgehört hat, und sich das Brummen durch Geräusche beeinflussen lässt, bedeutet das folgendes:

    Die eigentliche Ursache liegt im Hörzentrum des Gehirns UND es gibt sehr leise Geräusche zwischen Reiz- u. Hörschwelle die entweder im Körper sehr nahe am Ohr entstehen und/oder von außen kommen.
    Als praktischen Nutzen dieser Erkenntnis sollten die auslösenden Geräusche gemieden bzw. reduziert werden. Insofern tust du bereits das Richtige, in dem du deine Baustellen mit Stress und Verspannungen angehst.
    Ein weiterer Punkt ist der Einfluss von Schadstoffen, der leider aufgrund mangelnder Beteilung von Betroffenen noch nicht annähernd geklärt ist.

  • #356

    Angelika Rheinland (Montag, 04 November 2019 09:08)

    Liebe Brummer,
    Hier gibt es interessante Informationen zum Thema Ohrbeschwerden (incl. Tinnitus und Hyperakusis) verursacht durch Fehlhaltungen und Muskelverspannungen

    https://www.google.com/amp/s/koerpertherapie-zentrum.de/behandelbare-beschwerden/kopf/ohrenbeschwerden.amp.html

    Liebe Grüße
    Angelika Rheinland

  • #355

    Antje Potsdam (Sonntag, 03 November 2019 22:18)

    Liebe Jessy,

    ich habe gerade gedacht du schreibst über mich. *lach*
    Ich hatte auch Panikattacke. Ich habe aber von einer Theologin gelernt, wie ich mit diesen heftigen Ängsten umgehen kann. Und dafür habe ich nur mit ihr telefoniert. Heute bin ich die Ängste so gut wie los. Sie hat mir eine wunderbare Methode beigebracht.
    Rachen, Zungenmuskulatur usw entspannen: Also, ich habe in den letzten Monaten sehr genau in meinen Körper hineingespürt, wo ich mich am meisten verspanne. Und vor allem WANN ich mich so verspanne. Hat es mit einem alten Bürostuhl oder einer falschen Sitzhaltung zu tun, oder doch eher mit der Arbeitsatmosphäre. In welchen Situationen setze ich mich selbst so extrem unter Druck usw. Dabei habe ich gemerkt, dass ich nicht nur die Zähne aufeinander beiße, sondern auch meinen Zungengrund, Kiefer und meinen Nasenbereich ( da wo die Nasennebenhöhlen liegen) anspanne. Und ich ziehe zusätzlich meine rechte Schulter hoch.
    Wenn ich Entspannung mache (z.B. Loslassen und inneren Frieden finden von Peter Beer) versuche ich genau die Regionen hängen zu lassen. Das hilft mir sehr.
    Und Jessy, immer für andere da sein und mich selbst dabei vergessen kenne ich auch sehr gut. Ich schaue jetzt aber viel mehr auf mich und entscheide viel mehr nach Bauchgefühl das tut mir gut..
    Liebe Grüße

  • #354

    Jessy (Sonntag, 03 November 2019 15:17)

    Ach ja was ich vergessen hatte zu schreiben.
    Ich glaube auch das die Psyche dazu beiträgt denn selbst mein ortopäde hörte sich nur drei Sätze meines leidensweg an unterbrach mich und sagte mir ich sei ein Herz Mensch. Er beschrieb mein Leben und mein Charakter mit vier Sätzen mein Freund der eigentlich immer sagt das sind alles schwärzer mit ihrem einrenken und osteopathi war sofort von dem Arzt begeistert und sagt sie kennen meine Freundin nicht aber sie haben sie wirklich mit vier Sätzen beschrieben wie sie ist.diese setze von ihm waren
    Sie und ein Herz Mensch.

    Sind immer für alles und jeden da !

    Denken viel zu wenig an sich selbst dafür zerbrechen sie sich den ganzen tag über ander Leute und Dinge den Kopf.

    Und er sagte mir ich sei ein sehr ängstlicher Mensch!

    Und das stimmt ich leide ja schon seid 5 Jahren an panikatacken die phasenweise kommen und gehen und ich habe starke krankheitängste
    Z.b vor krebs oder Herzinfarkt.

    Der ortopäden sagte das viel Menschen den Einklang zwischen Körper und Geist unterschätzen .
    Wenn das Verhältnis nicht stimmt versucht der Körper dir mit solchen symtome zu sagen das was nicht im Einklang ist.

    Mein Psychologe sagte mir mal es ist gut das der Körper einem warn Schüsse gibt sonst würden wir irgendwann einfach umkippen .
    Mit solchen symtomen wie herzrasen sagt der Körper uns tritt mal auf die Bremse entspann dich
    So war es damals bei mir .
    Eventuell ist das ja mit dem BT auch so .
    Auch wenn man denkt man hat kein Stress ist der Geist im Unterbewusstsein mit etwas beschäftigt .

  • #353

    Jessy (Sonntag, 03 November 2019 14:59)

    Hallo Leute.
    Ich bin echt erstaunt wie viele unter dem BT leiden und wie vielseitig er sein kann.
    Denn mittlerweile melden sich ja noch einige Leute die bisher nur Stille Mitleser sind.
    Ich bin dankbar für jeden der hier seine Erfahrungen schreibt.

    Liebe Antje wie machst du das genau mit dem kiefer und rachen entspannen?
    Habe auch schon gelesen das eine falsche zungen lage auch für den BT verantwortlich sein kann.

    Lieber batian
    Ich habe deinen Versuch mit dem BT Test schon richtig gemacht .
    Allerdings bin ich jetzt verunsichert weil dein Test funktioniert und der von Jutta ebenfalls auch wenn es zwei unterschiedliche Ohren sind .der Test am geschädigten ohr funktioniert und auch der am unbeschädigten.

    Was mich sehr beschäftigt ist die Tatsache das manche von euch wenigstens mal ein paar Tage oder Wochen Ruhe vor dem BT hatten ich jedoch hatte seid Februar nicht mehr eine Nacht in der Ruhe war .wie gesagt tagsüber ist der BT schon mal ganz weg oder ganz leise aber spätestens nachts wenn ich wach werde oder zur Toilette gehe höre ich ihn.ich hatte schon mal ein paar Tage wo er leiser war morgens aber ganz weg war er noch nie .das komische ist wenn er relativ leise ist kann ich ihn durch tragen von ohropax ausschalten solange ich den ohropack im ohr habe.wenn er sehr laut ist bringt auch kein ohropax was dann höre ich ihn trotzdem laut.

    Es stimmt echt wenn man den BT lobt schlägt er wieder zurück .aber manchmal denke ich mir das ist ein doofer Zufall das er lauter wird wenn man ihn lobt.
    Es gab Wochen im Sommer da habe ich auch gedacht ich könnte damit leben weil er nicht ganz so laut war aber mittlerweile bin ich wieder voll deprimiert und denke mir ich möchte gerne ein Kind haben wie soll ich das mit dem BT schaffen was ist wenn er in der Schwangerschaft lauter wird und ich dann garnicht mehr klar komme.das sind Sachen die mich runter ziehen und meiner Beziehung nicht gut tun.es ist ja auch wieder zusätzlicher Stress der mit Sicherheit kontraproduktiv für den BT ist. So wie Julia es schildert man ist nur noch schlecht drauf das kenne ich auch und mein Partner auch schon.
    Bei vielen von uns sind Ähnlichkeiten vorhanden .bei mir fing es ja auch wie bei vielen nach einer Stress Phase plus Erkältung an.irgendwo muss ein Zusammenhang sein .

    Auch mein ortopäde sagte ja es wäre nicht das selbe wie ein Tinnitus ist aber eine Art Tinnitus. Es findet ja nicht im Termin statt sonst könnte man ihn ja auch hören wenn man das ohr zu hält.

    Auch ist es ja bri vielen so das der BT sich ins Leben geschlichen hat und das über NACHT !!!ich habe ihn ja auch anfangs Abend im Bett wahr genommen wusste aber sofort das er aus meinem Körper kommt weil er wenn ich lag anfangs immer nur kurz und laut da war durch eine kopfbewegung war er dann auch sofort wieder weg .Ich sagte noch ganz locker zu meinem Freund mein ohr brummt hab glaub ich falsch gelegen wird Zeit das ich wieder zur Physiotherapie gehe habe ja seid Jahren Probleme mit dem Nacken.

    Ach und die Sache mit der körpertherapie hört sich sehr intressant an.jane kannst du mir vielleicht sagen wie teuer so etwas ist ?muss erst mal gucken ob es bei mir im Umkreis sowas gibt.
    Mein Atlas würde kontrolliert von einem spitzen Arzt.
    Mein Atlas ist ok sagt er hatte eine leichte Blockade im kopfgelenk diese hat er mir sogar auf dem Röntgen bild gezeigt das würde vorher in der Praxis gemacht.aber seid dem einrenken hat sich da nix getan muss am 25.11 wieder hin mal gucken was er dann noch daran macht.

    Einen Trost haben wir es gibt Leute die ihn losgeworden sind.
    Und ich glaube wir haben alle den gleichen BT!!!

  • #352

    Jane (Sonntag, 03 November 2019 13:00)

    Hallo Zusammen,

    wow, hier war ja was los in der letzten Woche ;) Spannend!
    Viele Dinge in denen ich mich wiederfinde.

    Erstmal zum Thema Verunsicherung oder Wissen oder Nichtwissen-Wollen über die Ursachen des BT: Ich kann beide Seiten verstehen. Es gibt Leute, wie mich, die müssen oder wollen wissen wo was herkommt, oder woran es liegen könnte, damit man damit besser oder gezielter an der Ursache arbeiten kann. Auch bewirkt eine "Erklärung" bei mir, dass ich psychisch anders damit umgehen kann. Eine Störung im Ohr ist für mich was völlig anderes als ein Muskel oder eine Fehlverarbeitung im Hörzentrum. Daher bin ich dankbar für jeden, der sich an einer Erklärung versucht (@Batian, @Jutta).

    Ich kann aber auch verstehen, dass man sagt ist mir Wurscht woher es kommt, ich will nur wissen wie es weggeht. Unterm Strich glaube ich, kann man einen gemeinsamen Nenner für alle festhalten:
    1) Der BT trat eines Tages auf, war also vorher nicht da, und somit handelt es sich um ein Symptom, dass durch irgendwas verursacht wird, und ergo auch wieder verschwinden kann.
    2) Es gibt eine psychische oder stressbedingte Komponente (was auch zu "chemischen" Veränderungen im Körper führen kann) und somit macht man mit Entspannung definitiv nichts verkehrt. Auch ein Zuviel an Stresshormonen sorgt für eine "Vergiftung" des Körpers mit verschiedenen Stoffen, was dann durchaus wieder in Batians Theorie spielen könnte. Das heißt, es ist durchaus möglich, dass andere Industriegifte einen gleichen Effekt haben können.

    Für mich persönlich ist der Hyperakusis Ansatz der sinnvollste, aber wie gesagt, dass kommt auch durch meine spezifischen Symptome. Die sind ja dann doch wieder hier leicht unterschiedlich bei allen, bei den einen brummts zB. besonders nach langen Autofahrten, bei den anderen ist genau dann Ruhe etc.

    @Antje & @Jessy: was ich auch sehr gut kenne, ist der Effekt den ihr beschreibt. Sobald ich darüber schreibe oder rede, dass der BT weg oder besser ist, kommt er wieder. Total beknackt! Darum schaue ich auch nur ab und zu hier vorbei, man will ja den Erfolg aufrecht erhalten ;) Ich glaube an eine extreme psych. Komponente hier und generell, ich kann den BT hervorrufen wenn ich nur fest genug an ihn "glaube" an einem Ort (und genauso kann ich ihn auf die Art auch im Zaum halten).

    Was ich aber mit euch teilen wollte: ich bin seit über einer Woche bei einer sehr guten Körpertherapeutin in Behandlung, und jetzt hat sich wirklich was verändert. Ja, ich hatte auch vorher schon mal BT freie Phasen (max. 2 Wochen) aber diesmal ist folgendes neu: erstens habe ich absolute Ruhe nach den Behandlungen. Das wichtigste aber: ich "vergesse" ihn geradezu. Es ist wie, als würde der BT "nicht mehr zu mir gehören" und ich fühle mich seit ihr bei ihr bin, wie als käme ich langsam zu meiner "alten Form" zurück (bei mir kam der BT ja nach einem schweren Schicksalsschlag). Der BT tritt schon noch ab und z auf, aber wenn er da ist, IST ER MIR EGAL, aber so richtig. Er stresst mich NULL. Und somit verpieselt er sich meist auch nach einem kurzen Auftritt. Ich bin mir somit sicher, dass ich durch diese Behandlung den BT endgültig wegbekomme. Die Therapeutin "liest" meinen Körper wie ein Buch. Sie sah, wie meine rechte Körperhälfte extrem verspannt ist (mein BT ist rechts), und hat mir sogar demonstriert, dass ich mit dem rechten Ohr "aktiver" höre, Leute meistens rechts von mir platziere etc. und dass meine rechte Seite somit über die Jahre "überlastet" ist. Das rechte Ohr hat einfach zu viel, und nun brummt es. Könnte noch Romane drüber schreiben was sie noch alles festgestellt hat, Fakt ist, ich habe für mich meinen persönlichen Schlüssel zur Heilung gefunden!

    Fazit: der Körper macht nix umsonst, er sendet uns ein Signal. Es ist an uns die Botschaft zu entschüsseln und zu verstehen, und unsere individuelle Heilungsstrategie zu finden. Daher bin ich froh über jeden der hier seine Erfahrungen teilt, um andere zu inspirieren was man noch versuchen könnte.

    LG
    Jane

  • #351

    Julia (Samstag, 02 November 2019 21:07)

    Hallo ihr Lieben,

    bislang war ich nur eine stille Mitleserin. Nun möchte ich mich aktiv zu euch gesellen. Bei mir ging es vor knapp 5 Jahren los mit dem Brummen. Da ich mir sehr lange sicher war, dass ich Abends den Kühlschrank oder Motoren im Hof höre, kann ich leider keinen genauen Zeitpunkt für den Start ausmachen.
    Ich hatte vorher einen Hörsturz auf dem betroffenen Ohr, eine langwierige Zahnbehandlung und eine recht schwierige Geburt meines Sohnes. Ich habe in den 5 Jahren einiges durch: Sport, Osteopathie, Triggerpunkttherapie und Entspannungsübungen. Nichts hat wirklich geholfen. Ich war schon so häufig verzweifelt, bin nachts spazieren gegangen, habe stundenlang geheult, weil mich dieses Brummen teilweise in den Wahnsinn treibt. Meine Beziehung und meine Arbeit leiden darunter, da ich so oft gereizt und völlig übermüdet bin.
    Nun war ich am 10.10 bei einer Atlastherapeutin, 2 Tage lang hat sich nichts getan und ich hatte die Hoffnung eigentlich aufgegeben und plötzlich war der Ton weg und das für knapp 2 Wochen. Alle üblichen Abläufe, die den Ton sonst mit Sicherheit ausgelöst haben, wie z.B nach kurzen Fahrten im Auto sitzen, das Klopfen gegen die Schläfe, das Schminken vor der Spiegel oder der Aufenthalt im kleinen Ankleidezimmer...der Ton war einfach weg. Ich war so glücklich und wollte schon mit Blumenstrauß zur Therapeutin fahren. Dann kam eine fette Erkältung mit schlimmer Hyperakusis oder auch Hörsturz? Ich weiß es nicht genau. Alles hat sich auf dem kranken Ohr verzerrt angehört. Wenn ich das gesunde Ohr zugehalten habe, fehlten die tiefen Töne. Irgendwann hatte ich ein Rauschen im Hinterkopf, dann ein pulssynchrones Rauschen im Ohr. Als die Erkältung einigermaßen abgeklungen war, waren auch die Höhrprobleme verschwunden und ganz leise schlich sich dieses furchtbare Brummen zurück. Zunächst als leises Dauerbrummen und dann wieder das übliche Programm.
    Vorgestern war ich nochmal bei der Atlastherapeutin, sie hat erneut den Wirbel eingeregt, bis jetzt hat sich aber leider nichts getan.
    Momentan hilft mir in der Nacht eine Funktionsgenerator App. Da lasse ich dann einen Ton mit einer Frequenz von 170HZ durchlaufen. Dieses ständige Musik- oder Podcasthören bin ich gerade so leid.

    Ich bin immer froh hier einen neuen Beitrag zu lesen und mich nicht allein zu fühlen. Ich wünschte nur, es würde sich irgendwann eine Lösung auftun.
    Viele Grüße an euch.
    Julia

  • #350

    Batian (Samstag, 02 November 2019 18:45)

    Hallo Jessy,
    der Test, den ich vorgeschlagen habe, hat rein gar nichts mit dem Test von Jutta zu tun. Denn Jutta führt den Test am Brumm-Ohr durch. Mein Test wird gegenüberliegenden Ohr durchgeführt, das heißt wenn es bei Dir z. B. links brummt, dann machst du den Test am rechten Ohr. Wenn es dann links zu brummen aufhört, obwohl du den Test rechts machst, bedeutet das, dass das Hörzentrum im Gehirn involviert ist.

  • #349

    Antje Potsdam (Samstag, 02 November 2019 12:15)

    Liebe Jessy,

    lass dich nicht verunsichern! Wir haben sooo viele Hinweise darauf, dass bei uns ein muskulärer Hintergrund besteht.
    Ich habe den BT zuerst immer dann gehört, wenn ich lange hochhackige Schuhe anhatte. Da hat auch noch Bewegung geholfen und er war wieder weg.
    Dann kam eine privat schwere emotionale Situation dazu. Während dieser Zeit habe ich mich stark verkrampft. Ich war innerlich sehr traurig und wütend und habe aber ständig gegen dieses Gefühl angekämpft, weil es so unangenehm war. Das war für mich ein ständiger Kampf. Und dann kam der BT und ging nicht wieder.
    Mein Physiotherapeut, der auch Ausbilder ist, hat ein Bild auf dem das gesamte Zusammenspiel der Kopf-Nacken-Schulter und Halsmuskulatur zu erkennen ist.
    Jessy, ich entspanne im Moment meine innere Muskulatur des Rächen Kiefer und Nase. Dazu braucht man ein bisschen Übung, im Spüren... aber es hilft mir.
    Bis bald Antje

  • #348

    Jessy (Samstag, 02 November 2019 08:44)

    Lieber batian ich habe deinen Test grade ausprobiert und es funktioniert aber genauso funktioniert der Test von Jutta und auch andere Geräusche lassen den BT kurz bei mir unterbrechen .
    Wenn eine Schädigung im ohr vorliegt weiss ich aber nicht warum der Ton von Ende Dezember bis Ende Januar einmal komplett verschwunden war und dann wieder Anfang Februar mit doppelter Gewalt zurück kam .LG jessy

  • #347

    Jessy (Samstag, 02 November 2019 08:34)

    Liebe Leute mittlerweile bin ich echt verunsichert da hier im Moment sehr viel Meinungen darüber herrschen wo der Ursprung des BTs liegt.
    Ich kann nur sagen das mir in der Bauphase Jutta und Angelikas Übungen so geholfen haben das ich den BT tagsüber komplett los war.
    Andererseits haben sich mittlerweile diverse Physiotherapeuten chiropraktiker und osteopaten an mir ausgelassen und es wurde trotzdem nicht besser .das ist aber nix neues das haben hier einige durch.

    Auch Dinge der BT in einer sehr stressigen Phase an.
    Es spricht aber dafür das der BT muskulär ist weil grade am Anfang war es so das ich ihn nachts hatte wenn der Körper zur Ruhe kam und die Muskeln auskühlen .in den ersten Wochen war es so das ich mich morgens nach dem Aufstehen ordentlich gestreckt habe in dem Moment wurde der BT sehr laut und danach war er weg.
    Auch heute morgen brummte es wieder sehr heftig nach etwas Bewegung würde der BT leiser .
    Auch ein ortopäde bei dem ich war erklärte mir das er denkt es kommt vom trigeminusnerv das dieser den hörnerv versorgt also das gleiche was Jutta sagt .
    Ich werde morgen den Test mit dem ihr von batian probieren weil der br da am lautesten ist und ich das dann am besten einschätzen kann.
    Wenn der BT seinen Ursprung um Innenohr hat weiss ich nicht warum das kein HNO raus findet und dagegen tun kann man dann wohl nix .ach ja und noch was ich hatte noch nie so viele Probleme mit verspannungen Bandscheibenvorfall und knackender Wirbelsäule plus knacken im kopfgelenk beim drehen des Kopfes seid dem der BT da ist .auch Presse ich nachts die Zähne zusammen daran ändert auch nix die beissschiene die ich trage also denke ich schon das einige Faktoren einen Rolle spielen wie z.b die Muskeln aber wissen tu ich es nicht.anfangs konnte ich das Geräusch auch durch Kopf weit Nacht rechts drehen auslösen oder Kopf auf die Brust legen .
    LG jessy