Berichte, Feedback und Gästebuch

Diese Homepage ist aus der Zusammenarbeit vieler hundert Brummer entstanden. So soll es auch weiter gehen! :-) Ich freue mich über Grüße, Anregungen, Links, Ideen und Kritik! Aber ganz besonders freue ich mich über kurze Berichte, wie sie hier schon zu lesen sind! :-) Man lernt ja doch immer nochwas dazu...

Wer Fragen hat und Kontakt sucht, ist besser aufgehoben sich an einen Experten oder mich zu wenden.

 

Anmerkung: Ich erhalte KEINE Kontaktdaten von Euch, wenn ihr euch hier eintragt! Ich habe also keine Möglichkeit zu antworten.

 

Sebastian Knabe

 

Kommentare: 600
  • #600

    Carina (Mittwoch, 22 Juni 2022 23:49)

    Hallo alle zusammen,
    danke für die vielen Berichte, so viele haben mir schon weitergeholfen. Ich höre seit 6 Jahren das Brummen. Ich habe eine Frage zur Ursache: Es wird ja meist mit Verspannungen in Verbindung gebracht. Ein Orthopäde hat mir gesagt dass ich einen Beckenschiefstand habe, dadurch mein ISG immer wieder blockiert und das zieht sich rauf bis zum Atlas dem 1. Halswirbel, der dann das Brummen verursacht. Er hat mir eingerenkt und es hilft auch immer wieder (allerdings erst nach 2-3 Wochen) jetzt habe ich aber - zumindest äußerlich - eine gute Körperhaltung, bin auch schlank und sportlich, mein Becken ist minimal schief, es lässt sich als Laie überhaupt nicht erkennen. Ich habe auch keinen Rundrücken oder Schiefhals.. Ich kenne aber ganz viele Menschen mit diversen Fehlstellungen von Becken, Wirbelsäule,... Die hören aber alle keinen Brummton. Jetzt meine Frage, denkt ihr dass es trotz der körperlichen Voraussetzungen auch noch quasi das Nervensystem aktiviert sein muss, um das Brummen auszulösen? Wie ist das bei Menschen die z. B. Einen verschobenen oder blockierten Atlas haben, und aber total gechillt und happy sind mit einem gut regulierten Nervensystem? Die haben doch Ruhe..??Das spricht für die Ursache im Nervensystem. Oder ist es so dass es beides braucht, ein überreiztes Nervensystem alleine macht noch keinen Brummton- es ist der Bewegungsapparat der das ganze dann überträgt und weiterleitet. Wie wär es wenn ich mich total sicher und gechillt fühlen würde, trotzdem aber noch meine "Fehlhaltung" habe? Denkt ihr dass der Ton dann weg wäre?
    Wie war das bei Jutta, Angelika Rheinland, die das körperliche sehr gut beschreiben, denkt ihr ihr hattet auch eine Ursache im Nervensystem!? Und vor allem, wie ist das wenn ihr jetzt wieder mal verspannt seid? (und das sind wir alle mal von Zeit zu Zeit) Kommt der Ton dann zurück? Oder kommt er nicht mehr weil das nervensystem einfach nicht mehr überreizt ist?

    Irgendwie bin ich mir sicher dass ich das Ding irgendwann mal komplett los bin aber sobald ich mich z. B vor den Computer setze, Gartenarbeiten mache, o ä mit ungünstiger Körperhaltung, kommt er früher oder später zurück. Ich mach aber täglich rückengymnastik, dehnübungen, auch yoga... Also woran liegt es

    Viele Grüße,
    Carina

  • #599

    Markus (Dienstag, 21 Juni 2022 00:11)

    Liebe Antje,
    das klingt doch alles ziemlich gut. Das Buch von Verena König habe ich kürzlich erst gelesen und fand das auch super.
    Dir weiterhin alles Gute!

    VG Markus

  • #598

    Antje Potsdam (Sonntag, 19 Juni 2022 12:42)

    Lieber Marcus,

    danke für die offene Art Deinen Weg zu beschreiben, denn ich habe auch sehr unter dem Brummen gelitten. Zum Teil auch, weil ich das Gefühl hatte, dass meine nähere Umgebung mich für verrückt hielt.
    Gopal habe ich mir auch mal angeschaut, aber ich bin bei Verena König hängengeblieben.
    Ich war jetzt 5 Wochen zur Reha und bin dort nochmal ziemlich tief in meine Ängste eingetaucht. Ich habe wieder mehr über mich und mein „Funktionieren“ verstanden. Der Ton ist im Moment ruhiger und manchmal so gut wie nicht zu hören.
    Ich begreife jetzt langsam, auf was für einem hohen Erregungslevel mein Zentrales Nervensystem gefühlt mein ganzes Leben war. Und langsam wird es ruhiger in mir. Das macht mich sehr glücklich.

    Aufgeben war nie eine Option.
    Es hat gedauert, aber mein Weg hat mich persönlich sehr viel weitergebracht.

    Viele Grüße
    Antje Potsdam

  • #597

    Markus (Mittwoch, 15 Juni 2022 14:15)

    Der letzte Beitrag richtete sich an Antje aus Potsdam und nicht primär an Daniela.

  • #596

    Markus (Mittwoch, 15 Juni 2022 14:12)

    Noch ein Gedanke für Daniela...
    Wenn du in einem dysregulierten Zustand deinen Themen (Traumata) begegnest ist das vermutlich retraumatisietend und verstärkt das Brummen. Dein Nervensystem versucht dich damit zu schützen. Um zu heilen brauchst deine Geschichte eigentlich nicht aufzuarbeiten. Wenn dein Nervensystem stabil ist, wirst du eines Tages ohne Stress deiner Geschichte begegnen können und sie als Teil deines Lebens akzeptieren können. Es geht also zunächst um Regulation und Stabilisierung deines Nervensystems und das geht ganz ohne Konfrontation mit traumatischen Inhalten aus der Vergangenheit. Ich teile hier wie immer nur meine Erfahrungen gepaart mit abgeignetem Wissen aus zahlreichen Büchern. Ich bin so mitteilsam, weil ich selbst so hart gelitten habe und dieses Wissen über Trauma und der Polyvagaltheorie kaum verbreitet ist (auch in Psychologenkreisen nicht). Mit dem Wissen von heute hätte ich mir einen langen Leidensweg ersparen können. Ich hoffe es hilft dem Einen oder der Anderen.
    Mir hat das was ich hier so schreibe einfach sehr geholfen.

    VG Markus

  • #595

    Markus (Mittwoch, 15 Juni 2022 10:33)

    Eine Ergänzung noch zum Verständnis. Beim Ehrlichen Mitteilen geht es darum, dass sich das Nervensystem in Verbindung mit einem anderen Menschen reguliert. Damit verbessern sich dann auch die Symptome.

  • #594

    Markus (Mittwoch, 15 Juni 2022 10:24)

    Hallo zusammen,
    hier noch mal ein kurzer Nachtrag von mir. Eine echte Wende hat bei mir das sog. Ehrliche Mitteilen von Gopal Norbert Klein gebracht. Wer sich dafür interessiert schaut mal auf seinem Youtube Kanal vorbei. Was Herr Klein zum Thema Trauma sagt und erklärt finde ich super. Von allen anderen Inhalten möchte ich mich dann aber doch deutlich distanzieren. Das Ehrliche Mitteilen hatte bei mir eine sehr starke und teilweise kathartische Wirkung. Kann ich nicht beschreiben, muss man erlebt haben. Wer das ausprobieren möchte braucht einen Menschen mit dem er sich sicher fühlt. Bitte genau mit den Regeln und auch der Theorie dahinter vertraut machen. Wird alles auf Youtube erklärt. Er hat auch Bücher dazu geschrieben.
    Ich schaue gelegentlich hier wieder rein, falls noch Fragen dazu sind...
    Allen hier weiterhin alles Gute. Da geht noch was ;)

    Viele Grüße

    Markus

  • #593

    Ladybrumm (Sonntag, 29 Mai 2022 17:18)

    Hallo zusammen, ich habe in den letzten Wochen auch ein paar Beobachtungen gemacht, die ich gerne teilen möchte.

    Also den Weg Richtung CMD habe ich inzwischen abgebrochen - weder eine spezielle Kieferphysio noch eine Zahnschiene haben mir geholfen, nicht mal ein kleines bisschen. Schon etwas gefrustet bin ich in den Urlaub gefahren und hatte zu diesem Zeitpunkt schon wirklich fast jegliche Hoffnung aufgegeben. Und siehe da, mein Brummton war dort fast 3 Wochen lang komplett weg. Ich weiss, wie das klingen mag: in den Ferien ist man entspannt und stressfrei, daher nicht verwunderlich. Leider war das Gegenteil der Fall... mein Mann hat sich eine üble Magen-Darm-Grippe eingefangen und von Gelassenheit war zumindest 1 Woche keine Spur. Was jedoch sehr auffällig war: in der von uns bereisten Region herrschte heisses und trockenes Wüstenklima. Ich war in den bald 10 Jahren, in denen ich schon unter dem Brummer leide, schon 3x dort und jedes Mal war ich fast komplett brummfrei. Das verbuche ich schon nicht mehr unter Zufall. Doch welchen Einfluss hat trockenes und heisses Wetter auf unseren Körper? Fördert es die Durchblutung? Ziehen sich die Gefässe zusammen? Ich werde diesem Phänomen jedenfalls nachgehen... könnte natürlich wieder eine Sackgasse sein, aber ich kann und will die Hoffnung weiterhin nicht aufgeben.

  • #592

    Daniela (Freitag, 13 Mai 2022 21:11)

    Hallo liebe Community,

    vielen Dank erst einmal für all eure Txt die ich hier lesen durfte und mir endlich das Gefühl gegeben hat nicht alleine zu sein. Ich bin von einer Stadt in ein kleines Dorf gezogen in dem ich vorab Jahrzehnte schon lebte und aufwuchs.
    Nach nur 3 Wochen, nach dem Wohnungswechsel, fing das Brummen an. Anfangs an nur einem Tag, da dachte ich noch, was solls, eine unruhige Nacht ist nicht so schlimm jedoch wurde es immer schlimmer und unerträglicher.
    Aus dem Brummen wurde ein Brummen und Dröhnen mit Vibrationen die ich nicht zuordnen kann. Nächtelanges laufen in den Gassen zur Lokalisierung der Ursache verlief ins Leere. Selbstzweifel wurden immer lauter und nun ergab der heutige HNO Arzttermin das bei mir alles in Ordnung sei, da auch das Brummen, Dröhnen und Vibrieren nur an bestimmten Stellen aufzutreten scheint (mein Dorf (meine Straße ++), Industriegebiet, stark befahrene Strassen, .... ). Sie meinte, ich könne an dem Brummphänomen leiden.

    Nun schwirrt mir im Kopf nur eine Frage herum, was war der Auslöser der jetzigen Ursache. 40 Jahre lang hatte ich keine Probleme und nun, nach dem ich wieder zurück in die Heimat kehre, passiert sowas.

    Hat jemand damit eventuell Erfahrung?

    Falls ja, vielen lieben Dank für eure Unterstützung. Falls nein, danke trotzdem das ich nicht alleine diesen Weg gehen muss. :)

    Liebe Grüße
    Daniela

  • #591

    Jane (Dienstag, 03 Mai 2022 23:09)

    Hallo liebe Brummer, Hallo Markus,

    vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an mich, ich hab hier 2019 und ggf. 20 recht viel geschrieben. Ab und zu gucke ich noch rein, und jetzt MUSS ich aber schreiben, aufgrund von Markus' Bericht!

    Ich habe nach einem schlimmen Trauma 2019 (ganz schwerer Verlust - also auch Bindung) auf einmal dieses Brummen gehabt. Ich bin damals fast durchgedreht, und 2 Jahre forschte ich wie so viele hier nach den Gründen. Nach einer schlimmen Phase Anfang 2021 hab ich dann noch mal eine HNO aufgesucht, und was soll ich sagen: mein Brummton ist "geheilt". Damit meine ich nicht, dass ich ihn NIE mehr habe, aber ich hatte ihn zbsp fast 1 Jahr komplett gar nicht, und wenn es jetzt mal brummt (hab ein Baby bekommen und extremen Schlafmangel + schlechte Stillhaltung + rumschleppen) dann aber irgendwie dumpfer, erträglicher, und es stresst mich irgendwie nicht. Was dazu führt, dass es nur sehr kurz brummt und meist nach einigen Minuten gleich wieder ruhig ist.

    Aber was hat das jetzt mit Markus zu tun? Weil ich den Ton ebenfalls über die Polyvagaltheorie und Beeinflussung des vegetativen Nervensystems losgeworden bin. Die HNO hat mich drauf gebracht, die ist super versiert und up to date mit Tinnitus, und hat viele verschiedene Dinge gemacht. Zunächst wurde der Zustand meines Vegetativums anhand meiner HRV (Herzratenvariabilität) gemessen. Und dann habe ich anhand meiner HRV auf mich abgestimmte Atemübungen bekommen, die ich 2x täglich machen musste (ca 4 Min). Dazu noch eine Übung, die nennt sich Schunkeln oder SURE. Das sollte ich min. 1x6 min. pro Tag machen. Ist im Grunde simples hin und her schaukeln, entweder von rechts nach links oder vorne/hinten. Beruhigt extrem das veg. NS, sieht man bei traumatisierten/hospitalisierten Kindern, die machen das intuitiv um klarzukommen.

    Jedenfalls war das für mich damals der Durchbruch und die absolute Erkenntnis. Und was ich sagen will: ja es ist gut seine alten Themen aufzuräumen, aber man kann viel auch machen, indem man direkt aufs veg. NS einwirkt und den Parasympathikus aktiviert = runterkommen. Ich finde es toll, dass hier so viele Leute was teilen, und man gemeinsam vielleicht einer Lösung näher kommt. Und natürlich führen nicht nur Traumatisierungen zu einem erhöhten Sympathikus (und gestresstem System) sondern alles mögliche in unserer verrückten Welt.

    Insofern alles Gute euch allen!

  • #590

    Antje Potsdam (Dienstag, 03 Mai 2022 17:13)

    Lieber Markus, Du schreibst mir so aus der Seele. Ich denke auch, dass ich ein Trauma habe und mich ständig einer sicheren Umgebung versichern muss.
    Ich bin gerade auf einer psychosomatischen Reha. Durch die intensive Beschäftigung mit meinen Baustellen, wird mein Brummen wieder stärker und es vibriert sogar wieder in mir. Das hatte ich schon ein Weilchen nicht mehr.
    Beim Lesen Deiner Geschichte liefen mir die Tränen. Ich weiß jetzt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

    Danke und viele Grüße
    Antje aus Potsdam

  • #589

    Markus (Freitag, 29 April 2022 12:15)

    Hallo Sebastian,
    zunächst möchte ich Dir für Deine Arbeit danken. Du gibst hier Menschen die Möglichkeit gemeinsam nach Lösungen zu suchen und das halte ich für sehr wichtig. Ich war auch betroffener des Brummtons. Mittlerweile erlebe ich lange Phasen ohne den Ton und wenn er auftaucht ist er nur sehr leise und ich kann darauf auch Einfluss nehmen. In all den Jahren (7) meiner Erforschung dieses Phänomens bin ich auf folgende Erklärung gestoßen, welche ich auch in der Praxis (zumindest für mich) beweisen konnte und hier mit Dir und allen anderen Interessierten teilen möchte.
    Ich habe irgendwann in Erfahrung bringen können, dass ich an einem Entwicklungs- bzw. Bindungstrauma leide. Grundlage dieser Traumatisierung ist fehlende (bei mir) frühkindliche Bindung. Diese fehlende Bindung führte dazu, dass ich als Kleinkind große Unsicherheit erlebt habe. Dies wiederum führt zu einer Dysregulation des Nervensystems gefolgt von ständiger Anspannung und auch Ängsten. Diese Ängste wurden als Kind im Trauma eingefroren und ploppten dann 30 Jahre später in Form des Brummtons wieder auf. Ich verwende immer das Bild einer zu fein eingestellten Alarmanlage, die bereits anschlägt, obwohl gar keine Gefahr besteht. Traumatisierung und Hörverarbeitung hängen stark zusammen. So werden in Gefahren Situationen gerade tiefe Frequenzen (Säbelzahntiger) und Hintergrundgeräusche verstärkt, um uns zu schützen und Überlebensstrategien zu aktivieren (Flucht, Kampf oder Erstarrung). Bei traumatisierten Menschen werden diese Überlebensstrategien, die damals ihr Überleben gesichert haben auch noch heute abgerufen, obwohl es dafür ganz rational im Außen keine Entsprechung gibt. Verbessert und nahezu gelöst habe ich dieses Problem, indem ich Übungen zur Selbstregulation (abklopfen, Orientierungsübungen etc.) durchgeführt habe, um den ventralen Vagusnerv zu aktivieren. Ganz fertig bin ich damit noch nicht, aber ich kann endlich wieder schlafen und mich freuen. Die Erfahrung von Verbundenheit und Sicherheit lässt sich meiner Erfahrung nach nachholen. Das Nervensystem beruhigt sich und die Symptome werden besser oder verschwinden. Ich kann nur empfehlen das Buch zu Polyvagaltheorie von Steven Porges zu lesen oder mal auf dem Youtube Kanal von Dami Charf vorbeizuschauen. Darüber hinaus kann eine körperorientiert Psychotherapie (NARM Therapie) sinnvoll sein. Trauma ist ein körperliches Problem, dem sie Psyche folgt.
    Bei den o.g. Übungen kann es sein, dass manche besser, andere schlechter und wieder andere gar nicht wirken. Jeder Mensch ist halt anders. Ich könnte jetzt noch Stunden weiter schreiben über kalt duschen, Atemübungen, Bewegung und Ernährung, aber das sprengt hier sicher den Rahmen. Vielleicht hilft meine Nachricht ja dem einen oder anderen. Ich wünsche allen Betroffenen, dass sie alsbald eine Lösung finden und ein glückliches und gesundes Leben führen können.
    Liebe Grüße

    Markus

  • #588

    Angelika Rheinland (Sonntag, 20 März 2022 11:16)

    Liebe Ladybrumm, liebe Brummer,
    Ja, es gibt beim Zähneknirschen durch den Abrieb deutliche Spuren auf den Zähnen. Wenn man aber wie ich nur die Zähne zusammenpresst, sieht man das nicht an den Zähnen. Ich hatte aber morgens sehr verspannte Kiefermuskeln und sogar Schmerzen, konnte den Mund zeitweise nicht richtig öffnen. Die Aufbiss Schiene hat geholfen, die Muskeln zu entspannen, und dadurch ist auch das Brummen deutlich weniger geworden. Übrigens knirscht man mit den Zähnen oder presst die Kiefer zusammen, weil man im Schlaf unbewusst Probleme oder Stress "zerkauen" will. Ist also ein Versuch es Körpers zur Stressbewältigung :) Zum Glück hatte ich eine aufmerksame Zahnärztin, der ich von meinen Schmerzen im Kiefer erzählt hatte.

    Checkt doch mal, ob eure Kiefermuskeln verspannt sind: Beißt die Zähne leicht zusammen und ertastet die Muskeln am Kieferrand bis zu den Ohren. Fühlen sie sich hart an? Habt ihr Schmerzen beim Draufdrücken (Kiefer, Hals, Ohren)? Lasst den Unterkiefer dann locker hängen und schiebt ihn dann nacheinander langsam nach rechts, links und nach vorne. Geht das einfach oder schwer? Habt ihr Schmerzen oder Muskelkater? Öffnet den Mund langsam soweit ihr könnt. Habt ihr Schmerzen oder sperrt es? Wenn irgendwas davon auf euch zutrifft, habt ihr wahrscheinlich verkrampfte Muskeln.

    Wenn die Kiefermuskeln akut verspannt sind, hilft mir am besten Wärme mit Körnerkissen, Wärmepad, Vollbad oder warmes feuchtes Handtuch. In der Akutphase hat der Brummton immer deutlich nachgelassen, wenn ich durch Wärme die Muskeln in Kiefer und Hals entspannt habe. Probiert es doch mal aus!

    Liebe Grüße
    Angelika Rheinland

  • #587

    Ladybrumm (Mittwoch, 02 März 2022 09:50)

    Über einen Zusammenhang zwischen Kieferverspannungen aufgrund von Zähneknirschen und dem Brummen habe ich nun schon öfters gelesen. Würde sich das aber nicht irgendwie bemerkbar machen, wenn man in der Nacht mit den Zähnen knirscht? Und die Zähne würden ja auch ziemlich Schaden nehmen, oder? Ich habe aber tatsächlich schon einige Erfolgsstories gelesen von Personen, bei denen das Brummen nach der regelmäßigen Anwendung einer Aufbissschiene verschwand.

  • #586

    Immer noch von Jesus geliebter Brummkopf (Dienstag, 01 März 2022 01:42)

    Hallo liebe Brummton geplagten,

    vielleicht kann eine einfache Methode den Brummton bei einigen zumindestens für mehrere Stunden komplett stoppen!

    Deswegen möchte ich Euch kurz beschreiben wie ich das im Moment beim Duschen mache, bzw. was ich rausgefunden habe.

    Der Duschstrahl muss nicht fest sein. Die normale Einstellung reicht. Wichtig ist, das der Duschkopf mit einem Abstand ca. eine Handbreite auf das Ohr bzw. auf den Gehörgang ausgerichtet ist. Dabei sollte die jeweilige Kopfseite leicht schräg gehalten werden, so dass das Wasser welches in den Gehörgang geprasselt ist, wieder ablaufen kann. Ich habe nämlich auch schon den Duschkopf ganz auf das Ohr aufgelegt oder sogar gepresst, um den Gehörgang mit Wasser so zu füllen,
    dass es nur an den Rändern de Duschkopfers zwischen Haut und Duschkopf leicht rausgedrückt wird bzw. abfließen kann.
    Das hat nicht gut funktioniert, und das Brummen kam schon nach kurzer Zeit wieder zum Vorschein. Also habe ich festgestellt, dass das Ganze besser bzw. überhaupt nur richtig funktioniert für ein paar Stunden Ruhe, wenn man mit Abstand den Duschkopf auf den Gehörgang richtet, und den Kopf zum besseren Abfließen des Wassers leicht schräg hält.

    Zur Dauer des Duschvorgangs habe ich pro Ohr für mich 2 Minuten festgestellt, dann habe ich meisten zwischen 5 bis 6 Stunden kein Brummen mehr, noch nicht einmal ein leises. Das ist schon mal sehr befreiend. Manchmal kann die Wirkungsdauer auch etwas kürzer, aber immer mehrere Stunden sein, und neulich hatte ich das Gefühl. das es von Vormittags bis zum frühen Abend gehalten hat, bis der Brummton sich wieder meldete.

    Eine Frage an alle Brummtonhörer habt Ihr auch festgestellt, das euer Gehörgang kein Ohrenschmalz mehr produziert?
    Das ist merkwürdiger Weise bei mir schön länger so, und sicherlich unahängig von meiner Ohrduschmethode.

    Beste Grüße
    an alle Leidenden


  • #585

    margit (Montag, 28 Februar 2022 03:59)

    habe auch diesen vibrierenden brummton in meiner wohnung, kann mich auf nichts konsentrieren solange dieser HUM zu hören und spüren ist. Suche im internet nach lösungen ?? was kann dagegen tun, wieso höre diesen Hum nur ich und nicht meine nachbarn?? jeden den ich frage ob es dies nicht spüre, "sagen ich spüre nichts" bin ich verrückt?? Was kann ich tun ausser lesen??

  • #584

    Angelika Rheinland (Dienstag, 22 Februar 2022)

    Hallo Brummer,
    Wenn ihr nachts viel mit den Zähnen knirscht oder den Kiefer zusammenpresst, können sich die Muskeln im Hals und Kieferbereich verspannen und das Brummen auslösen oder verschlimmern. Mir hat eine herausnehmbare Aufbiss-Schiene geholfen, die Muskeln zu entspannen und dadurch auch gegen das Brummen zu wirken. Fragt euren Zahnarzt nach einer Schiene gegen Zähneknirschen. Wird von der Krankenkasse bezahlt.

    Liebe Grüße
    Angelika Rheinland

  • #583

    Quartett (Samstag, 12 Februar 2022 00:53)

    Ich vermute eine Waschlotion (Sensitiv) die es u.a. bei Kaufland zu kaufen gibt, die als Inhaltsangabe kein Phenoxyethanol angegeben hat - scheinbar aber doch beinhaltet.

  • #582

    Fabian (Montag, 07 Februar 2022 10:38)

    @Bastian: Genau das selbe Problem wie bei mir. Ohr immer wieder morgens zu, öffnet sich aber im Laufe des Morgens, meistens nach viel Kauen und Schlucken.

  • #581

    Bastian (Sonntag, 06 Februar 2022 15:54)

    Ich habe den Brummton nun seid 3 Wochen. Angefangen hat es damit, dass mein linkes Ohr zugefallen ist. Als es sich nach einer Woche erstmals länger öffnete, war das Brummen plötzlich da. Ist das Ohr lange offen, wird der Ton leise oder verschwindet ganz. Über Nacht fällt das Ohr jedoch häufig zu und das Spiel geht von vorne los. Die hier beschriebenen Maßnahmen helfen teilweise. Der Ton verschwindet, wenn die Umgebungsgeräusche laut genug sind oder ich einen Finger in das Ohr stecke, den Kopf schüttele,… Ich habe Physiotherapie verschrieben bekommen, weil mein HNO denkt, es kommt vom. Kiefer. Mal sehen, was das bringt.
    Es hilft, zu sehen, dass man nicht alleine damit ist.

  • #580

    Fabian (Samstag, 22 Januar 2022 21:10)

    Hm also bei mir verschwindet der Brummton manchmal, und dann habe ich ebenfalls einen Pfeifton auf dem ohr. Hört sich dann alles auch komisch an und das ohr fühlt sich leicht dicht an.
    Was mir jetzt tatsächlich mal für 10 tage geholfen hat war eine kieferbehandlung beim Osteopath. Der hat tatsächlich meine kieferfehlstellung korrigieren können und danach war der brummton wesentlich leiser.

  • #579

    Christian (Freitag, 24 Dezember 2021 05:29)

    Hallo Zusammen,
    Interessante Berichte welche ich hier lese.Bei mir ging es vor Monaten los. Erst sporadisch auftretedender Brummton. Im Anschluss war ich zur Atlasbehandlung wodurch er etwas besser wurde. Aber er tauchte immer noch auf. Also bin ich zur Physiotherapie gegangen welche mir in zwei Sitzung eine deutliche Besserung verschaffte. Jetzt ist der Brummton weg und ich habe seit 3 Tagen einen extrem lauten Pfeifton in den Ohren. Dieser ist noch schlimmer als der Brummton. Hat jemand Erfahrung damit gemacht? Gibt es nach der Physio am Nacken eine Verschlimmerung? Danke für Eure Antworten. Gruß Christian

  • #578

    Fabian (Montag, 13 Dezember 2021 16:54)

    Hallo

    Ich leide seit märz 21 nach einem hörsturz auf dem linken ohr an dem typischen Brummton:
    - Finger ins ohr, Brummton weg
    - kopf wackeln, währenddessen brummton weg
    - kopf mit beiden Händen herunterdrücken, brummton kurz unterbrochen
    - am gegenüberliegenden Ohr (rechts) ein wenig mit dem Finger rascheln oder andere akustische Reize auslösen unterbricht das Brummen auf dem linken Ohr
    - es gibt drei modi:
    1. Dauerbrummton (noch das angenehmste, da mit der zeit leiser geworden)
    2. Salvenartiger Brummton, welcher bei nickbewegungen, kopf nach unten nehnen oder überhaupt kopfwackeln bis zum haarewaschen (kopfhaut bewegen) einsetzt für den Moment der Handlung. Extrem nervig.
    3. Brunmton geht nach diesem salvenartigen modus komplett weg nach einigen stunden. Leider hört sich das ohr dann seltsam leer an. Nach spätestens 12 Stunden geht das Brummen dann wieder dauerhaft los. Modus 1 hält meistens so 4 tage. Dann halben tag modus 2 und dann ca.12std modus 3. Ist schon fast eine Art Rytmus.
    Im Liegen und Entspannen wird es besser,also leiser.

    Meine Vermutung war ja irgendwas mit dem Nacken.
    Leider konnte keiner etwas feststellen. Hno,Orthopäde, neurologe,physio,ostheopath, mrt kopf,mrt Halswirbelsäule, eeg kopf, halsschlagadern geschallt.

    Vielleicht hast jemand noch eine Idee.
    Achja,bei relativ viel alkohol verstärkt sich das geräusch enorm,dann brummt gefühlt der ganze hinterkopf.

    Fabian

  • #577

    Sanna (Donnerstag, 14 Oktober 2021 11:47)

    Hallo,
    ich empfehle jeden mit Brummton einen Besuch beim Chiropraktiker, höchstwahrscheinich hat es was mit deinen Halswirbeln zu tun, und in ein paar Sekunden sind sie wieder gerichtet, und Brummton weg!
    Ich hatte ein OP Ende Juli und seit dem den sehr lästigen Brummton, leider dauerte es ein paar Monate bis ich endlich auf die Idee kam dass beim intubieren wahrscheinlich etwas mit meinem Halswirbel passiert ist (darüber hatte ich nirgends was gelesen), nun so war das, hallelujah was für ein herrliches Gefühl!
    Ich wünsche euch viel Heilungserfolg und Gottes Segen,
    Sanna

  • #576

    Angelika Rheinland (Mittwoch, 13 Oktober 2021 21:33)

    Liebe Brummer,
    eure Erfolgsgeschichten zeigen, dass es nicht einen EINZIGEN Weg aus dem Brummen gibt, der für ALLE funktioniert. Egal ob Physiotherapie, Wärme, Sport, Atlaskorrektur, Meditation, Atemtechnik oder Vermeidung von verkrampfter Körperhaltung... Wichtig ist, dass jeder von seinen Erfolgen und Methoden berichtet, ohne die Geschichten der anderen zu kritisieren. Wer heilt, hat Recht!

    Nur so bekommen wir einen Erfahrungsschatz, aus dem jeder für sich etwas zum Ausprobieren aussuchen kann. Vielleicht muss man nacheinander verschiedene Dinge versuchen, aber der Weg aus dem Brummen muss auch zu jedem Einzelnen passen. Da ich es zB nicht mit Kraftsport oder Meditation habe, war für mich Wärme, sanfte Bewegung, Muskelentspannung und Vermeidung von starrer Haltung der richtige Weg.

    Ich bin übrigens nach 5 Jahren heftiger Brummerei nun seit 3 1/2 Jahren überwiegend brummfrei. Kleine Rückfälle in Form von leichten Brummeleien kamen bisher 2x, als ich zu faul wurde und ich meine eigenen Regeln nicht mehr eingehalten habe.

    Also, lest euch die Beiträge durch und probiert aus, was sich für euch passend anhört. Klappt das nicht, versucht das Nächste. Vielleicht hilft es beim Aussuchen, wenn ihr euch überlegt, was ihr in den letzten Monaten vor dem Brummton anders gemacht habt als vorher. Gab es einen Unfall? Bewegt ihr euch weniger? Habt ihr ein neues Hobby oder einen neuen Job? Verharrt ihr sehr lange in der gleichen Haltung wie zB am Handy oder beim Zocken? Zieht sich euer Körper durch Stress zusammen (hochgezogene Schultern, hängender Kopf, angespannte Arme, Nacken und Unterkiefer)?
    Ich wünsche euch viel Mut, aber auch Geduld beim Zähmen des Brummbären.
    Liebe Grüße
    Angelika Rheinland

  • #575

    Mike44 (Montag, 04 Oktober 2021 19:58)

    Sebastian und Tiane, danke für eure Nachrichten. Ich sehe das auch als einen Hinweis, dass das Problem auch körperlicher Natur sein kann.

  • #574

    Jan (Donnerstag, 30 September 2021 17:37)

    Hallo liebe Leute!
    Seit mehr als 2 jahren bin ich den Brummton los. Dieser kam abwechselnd mit Schwankschwindel, Tag und Nacht. Grauenhaft. Ich kann Euch eines versichern: Alle Untersuchungen bei zig Ärzten, Chiropraktikern, Physiotherapeuten Heilpraktikern etc. haben NICHTS geholfen. Dieser Brummton ist eine reine Überreizung der Nerven. Bei mir hat nur eines geholfen. Fernseher aus, Handy weg, Radio aus, so wenig wie möglich arbeiten und JEDEN Tag 30 Minuten Atem-Meditation. Als ich zur Ruhe kam und Kraft gesammelt habe, war der Brummton nach 2 Wochen weg. Und ich hatte den bestimmt 1-2 Jahre.
    Es ist schwer, einzusehen, dass das Überlastung und Überreizung sein soll. Andere können doch scheinbar auch so viel ab. Wieso ich nicht? Die Ursachen sind in der Regel vielschichtig.
    Wenn nun einer behauptet, ihm hätte das Einrenken, Massage etc. geholfen. Dann JA ist das so. Wir nehmen uns dann Zeit für UNS, tun uns was Gutes. Aber die Ursache in einer Verschiebung zu suchen ist Aberglaube und hilft nur den Abzockern bei immer neuen Therapien.
    Probiert es aus: Atemmeditation, 30 Minuten ohne Handy und ohne Schnickschnack, ES HILFT!
    Viel Glück!

  • #573

    Tiane (Montag, 27 September 2021 19:33)

    Hallo Sebastian und Mike,
    evtl. war ich diese Betroffene...ich hatte mich aufgrund der Erfahrungen hier im Forum und nachdem ein Orthopäde keine Atlasfehlstellung feststellen konnte; einer Craniotherapie unterzogen...es waren grauenhafte Weihnachten 2019.
    Es hat ca. ein gutes Jahr gedauert bis der Brummton wieder leiser wurde( ständig kreiste in meinem Kopf; hättest Du das bloss nicht gemacht)..mittlerweile leide ich oft mehr unter körperlichen Symptomen wie Schwingungsgefühl; vibrieren etc. als unter dem Brummton.
    Lieber Mike...es wird sich wieder beruhigen...aber es ist ja dann doch ein Hinweis das wir zumindest zum Teil ein körperliches Problem haben; mir tut es immer gut wenn ich aus meiner Dachgeschosswohnung raus bin.(Wochen bei meinem Freund; Urlaub ; Fahrrad fahren..)..also zum Teil deutet das dann wiederum auch auf äußerliche Einflüsse... vl. wurde bei uns durch Verspannung etc. eine Art Sender verstellt...

  • #572

    Sebastian (Freitag, 24 September 2021 08:18)

    Hi Mike44,
    danke für Deinen Bericht! Ich kann mich erinnern, daß eine Brummerin ganz genau diesen Effekt schonmal beschrieben hatte: nach einer Atlas-Therapie ein deutlich lauteren Brummton. Leider hab ich nicht mehr im Kopf, wie das dann weiterging, aber wir hatten das schon.
    Darum bitte ich Euch, ihr erfahrenen Brummer, helft meiner Erinnerung und Mike auf die Sprünge: dafür gabs doch ne Lösung...

    Herzliche Grüße, Sebastian

  • #571

    Mike44 (Freitag, 24 September 2021 05:11)

    Hallo zusammen,
    ich würde gerne speziell zur Atlas-Therapie Erfahrungen austauschen. Vor einigen Wochen habe ich diese Therapie zum ersten mal gemacht. Der Arzt hat keine richtige "Verschiebung" erkannt, jedoch war der Nacken verhärtet, also nichts besonderes. Er meinte das muss man in mehreren Sitzungen lösen. Vor der Therapie war der Ton bei mir abwechselnd mal lauter mal leiser und selten habe ich ihn gar nicht gemerkt, das über mehrere Jahre.
    Nach der ersten Therapie-Sitzung ist der Ton dann permanent laut geblieben, ich bin dann noch einmal hin und auch nach der zweiten Sitzung ist der Ton jetzt seit Wochen fast so laut wie noch nie und immer da.
    Hat noch jemand eine solche negative Erfahrung mit Atlas-Therapie gemacht?

  • #570

    Stefan (Dienstag, 17 August 2021 23:39)


    Ich hatte den Brummton auch mal.
    Seit 2 Jahren bi ich nun Geheilt.
    Bei mir war der 2 Halswirbel ausgehängt und hatte am Rücken sehr starke Verspannungen.
    Da ich am Nacken und Rücken anfällig bin, gehe ich alle 2 Monate zum Physioterapeuten der mir alles wider lockert und gerade biegt.
    Seit dem habe ich Ruhe.
    Tipp: Probiert es aus.
    Gute Besserung an alle Brummton geplagten

  • #569

    Antje Potsdam (Sonntag, 08 August 2021 23:55)

    Liebe Maike,

    ich kann es sehr nachfühlen wie es Dir geht und Du hast mein tiefes Mitgefühl. Aber glaube mir eins: ES WIRD BESSER!!
    Ich hatte auch starkes Vibrieren. Vor allem in den Beinen und der Brust.
    Ich weiß nicht, ob Du schon angefangen hast, Dich vorsichtig zu dehnen.
    Ich kann Dir Yin Yoga empfehlen. Es gibt eine Übung, danach hatte ich schnell das Gefühl, das es immer für eine kurze Zeit besser wurde.
    Die Übung heißt:die Taube.
    Mein Weg war am Anfang vorsichtig meine Muskeln zu lockern und zu stärken. Ich habe 3-4 Übungen, von denen ich dachte, sie könnten mir helfen, jeden Tag gemacht und habe geschaut, ob sie mir weiterhelfen.
    Es ist mit Geduld verbunden, den Weg zu finden, der für Dich der richtige ist.
    Die Kindspose im Yoga hat mir auch Entspannung gebracht. Und täglich Entspannungsübungen nach Jacobsen.
    Ich war übrigens auch für ein paar Wochen in einer Klinik...
    Es ist auch manchmal von Vorteil, pflanzliche Mittel aus der Apotheke zu nehmen, eh man in ein tiefes Loch fällt.
    Manchmal habe ich gedacht, der Körper möchte mir zeigen, dass ich mich endlich mal mit ihm beschäftigen soll, denn meistens bin ich ihn übergangen. Vielleicht klingelt da auch was bei Dir.
    Lass Dich nicht unterkriegen.

    Viele Grüße
    Antje

    Lieber Gustav,

    da hast Du ja Glück gehabt und scheinbar den Muskel gefunden, der auf den Brummnerv bei Dir gedrückt hat. Gratulation.
    Und ich drücke Dir die Daumen, dass es so ruhig bleibt.
    LG
    Antje

  • #568

    Maike (Montag, 02 August 2021 16:48)

    Liebe Angelika, liebe Antje, liebe Mone,

    danke für Eure aufbauenden Worte. Seit Mitte/Ende Mai renne ich mit einem vibrierenden Körper herum, ich bin so unglaublich erschöpft, Sitzen ist inzwischen nicht mehr möglich und so vieles anderes nicht mehr, weil mein Körper nur noch am Durchdrehen ist. Noch habe ich keinen Weg gefunden, der wirklich Linderung auf Dauer verschafft. Die Stoßwellen-Therapie musste ich abbrechen, da sie einfach zu teuer ist. Probiere gerade Ortodon und Gabapentin. Momentan hilft ein Massagestab, der vibriert. Diesen halte ich an die HWS - und da der Massagestab so stark vibriert, habe ich wenigstens in dieser Zeit "Ruhe". Wärme tut gut, am besten ist noch Bewegung bzw. Spazieren gehen. Doch sobald der Körper ruhig ist (Liegen etc.), geht es los...Badewanne kann ich auch noch empfehlen...
    @Mone: Sehr gerne können wir Kontakt aufnehmen. Doch wie am besten? Möchte nicht unbedingt hier meine Daten veröffentlichen :-).

  • #567

    Gustav (Sonntag, 01 August 2021 12:53)

    Hi zusammen,
    ich hoffe euch mit diesem Beitrag sofort oder mit Hilfe eines Arztes Abhilfe schaffen zu können. Vielleicht geht es euch wie mir - ihr sucht im Internet nach Therapiemöglichkeiten und findet dann meinen Eintrag.

    Ich habe jetzt ca. 1 Jahr das durchgemacht was viele hier exakt so beschreiben - ein dauerhaftes Brummen im Ohr, welches einen manchmal fast verrückt macht. Angefangen hat alles beim Einschlafen - es hat sich angehört wie ein laufender Motor eines Autos vor unserem Haus - dort stand aber kein Auto. Meine Frau hat das Geräusch nicht gehört - ich war mir aber sicher es kommt nicht aus meinem Kopf sondern von der Heizung / den Nachbarn oder sonstigem - leider musste ich irgendwann feststellen dass nur ich das Geräusch höre - es war auch nur auf dem linken Ohr. Es war immer da - beim Arbeiten vor dem PC - beim Lesen eines Buches, immer wenn es still war.

    Gestern Nacht habe ich den Ausschaltknopf gefunden und ich hoffe es dauerhaft abgestellt zu bekommen - seit gestern Nacht ist endlich wieder Ruhe in meinem Kopf!

    Was mir persönlich geholfen hat:
    Ich habe mal wieder nach Positionen gesucht bei dem das Geräusch zumindest kurzfristig weg ist, damit man hier evtl. einen Therapieansatz hat.

    1. Während Sitzups habe ich meinen Kopf recht stark nach vorne gedrückt damit der Nacken dabei gedehnt wird - beim Halten der Position ging das Geräusch tatsächlich kurz weg
    2. Kinn auf die Brust um den Nacken zu dehnen
    3. Kinn auf die Brust und den Kopf mit der Hilfe der Hände noch weiter nach unten gedrückt

    Ich hatte mich nach verschiedenen Arztbesuchen schon damit abgefunden einen Tinnitus zu haben - es sind aber wohl tatsächlich zu Verspannungen.


    Buzzwords:
    Tinnitus, Ohr brummt, Ohr brummen, Auto, laufender Motor, Brummgeräusch im Ohr, Brummen, dauerhaftes Brummen, dauerhafter Brummton.

  • #566

    Richard (Samstag, 31 Juli 2021 13:30)

    Hallo,

    bei mir hat es vor ca. drei Monaten angefangen. Und zwei Monate danach waren einfach nur die Hölle. Es hat im linken Ohr gebrummt, mit typischen Merkmalen wie bei vielen hier (Finger im Ohr - weg, bei Kopfbewegung - weg). Ich habe fast gar nicht daran geglaubt, dass es bei mir auch an Muskelverspannung liegen kann...

    Aber jetzt, nachdem es bei mir deutlich besser geworden ist, bin ich mir ziemlich sicher: Es liegt bei mir an Muskelverspannung (sitze sehr viel).

    Und deshalb: Gebt bitte nicht auf. Prüft unbedingt sehr gründlich, ob es bei euch ebenfalls an Muskelverspunngen (Rücken, Schulter, Nacken) liegen kann!

    Ich wünsche euch allen gute Besserung.

    LG
    Richard

  • #565

    Mone (Samstag, 17 Juli 2021 19:01)

    Liebe Maike

    Ich fühle sehr stark mit dir mit seit 2 Monaten steht meine Welt irgendwie total auf den Kopf und die Gedanken kreisen eigentlich nur um dieses Brummen…es ist so ermüdend und zerrt ungemein an einem. Noch dazu habe ich dadurch starke Schlafstörungen bekommen und muss oft zu Tabletten greifen auch werde ich mich demnächst evtl auch um einen Klinik Platz bemühen den die Psyche ist bei mir auch nicht die beste. Ich sehe da auch einen starken Zusammenhang mit Psyche und innerlicher Anspannung. Auch habe ich wie du die starke Vermutung das es bei mir auch mit der HWS zutun hat da ich ohnehin dieses Jahr damit schon zutun gehabt habe. Nächste Woche habe ich einen Termin bei einen Atlas Therapeuten und lass das alles mal abklären. Ich hoffe dein Termin ist gut verlaufen und dir konnte weiter geholfen werden ? Evtl können wir auch gerne privat Kontakt aufnehmen würde mich freuen. Lg Mone

  • #564

    Antje Potsdam (Mittwoch, 14 Juli 2021 17:38)

    Liebe Maike,

    ja anfangs ist es wirklich ein Teufelskreis. Das eine bedingt das andere. Der Ton ist anstrengend und das stresst....ergo: Muskeltonus geht hoch. Muskeltonus geht hoch ergo: Ton wird lauter. Es gibt einen Weg hinaus und den wirst Du auch finden. Und Du wirst gestärkt aus dieser Situation herauskommen.
    Mein Weg war auch Psychotherapie (ich hatte auch Panikattacken und war maximal verspannt). Ich hatte auch eine Atlastherapie, habe mit Entspannungsübungen und Yoga weitergemacht. Was mir richtig gut geholfen hat, waren/sind Barfußschuhe und damit täglich walken.
    Strecke Deinen Körper so oft wie möglich.
    Da drücken auf dem Weg der Hüfte bis zur HWS an irgendeiner Stelle Muskeln auf einen Nerv.
    Ich merke, dass das Vibrieren und der Ton wieder stärker werden, wenn ich hochhackige Schuhe anhabe. Falls der Ton unerträglich wird, gehe auf die Internetseite „Tongenerator“. Da kannst Du genau Deine Frequenz herausfinden
    und Deinen Ton mit Kopfhörern ausschalten. Damit habe ich anfangs geschlafen.
    Du schaffst das.

    Liebe Grüße
    Antje

  • #563

    Angelika Rheinland (Dienstag, 13 Juli 2021 18:40)

    Liebe Maike,
    psychosomatisch ist kein Makel, heisst nur dass ein Problem im Körper auf die Psyche oder dass psychischer Stress sich am Körper zeigt. Und das kennen alle Brummer! Beide Möglichkeiten liefern den Ansatzpunkt gegen Brummen und Vibrieren. Da für mich der psychische Anteil schwierig zu therapieren bzw. abzustellen ist, habe ich gute Erfahrungen mit Wirkung auf den Körper gemacht, insbesondere Wärme und muskuläre Entspannung. Wenn ich den Körper lockere, entspannt sich auch der Geist.

    Habt ihr schon probiert, ob das Vibrieren oder Brummen nach einem warmen Vollbad weniger wird? Falls ihr keine Badewanne hast, versucht mal Folgendes:
    - Handtuch mit warmem Wasser tränken und leicht ausdrücken
    - um Hals, Schultern und Hinterkopf legen
    - oben drauf ein trockenes großes Handtuch wickeln
    - flach auf den Rücken legen und gemütliche Lage finden, evtl. ein kleines Kissen in den Nacken legen, Beine und Arme locker ausstrecken
    - ruhige Musik am besten über Kopfhörer hören
    - konzentriere dich auf die Musik und versuche, nacheinander die einzelnen Partien Nacken, Schultern und Hals zu entspannen

    Ich drücke dir (und allen anderen Brummern) die Daumen, dass ihr bald etwas findet, was euch hilft. Egal ob Wärme, Bewegung, Entspannung, Sport, Tanzen, Physiotherapie oder weniger Handy, TV und Computer - probiert aus, was zu euch passt. Nie aufgeben, nicht erstarren !

    Liebe Grüße
    Angelika Rheinland

  • #562

    Maike (Montag, 05 Juli 2021 19:01)

    Liebe Angelika, liebe Antje,

    danke für Eure lieben Worte.
    Was ich momentan körperlich durchmache, ist der Abschuss. Es wird leider von Tag zu Tag schlimmer. Wie soll man bei einem vibrierenden Körper entspannen können? Ein Teufelskreis. Es dreht sich bei mir nur noch um das eine Thema, ich hänge ziemlich drin (Panikattacken, nicht mehr weiter wissen, keine Kraft und Geduld mehr). Ich werde inzwischen als psychosomatisch abgestempelt und kümmere mich um eine Psychotherapie, evtl. Klinik-Aufenthalt etc. Die Psyche spielt bei mir inzwischen definitiv eine Rolle. Dennoch lässt mich der Gedanke nicht los, dass es von der HWS kommt. Bin am Mittwochmorgen bei einer Atlas-Therapie und bemühe mich um eine Stoßwellen-Therapie ... werde berichten...

  • #561

    Susan, 52 Jahre (Sonntag, 20 Juni 2021 15:15)

    Seit September 2020 ein Brummton. In der Nacht war er plötzlich da. Bis dahin alles versucht. Es ist eine Hyperakusis und scheint mit meinem schwachen weil stark strapazierten Nervenkostüm einher zu gehen. Habe mich zuletzt entschlossen zum Neurologen zu gehen der mich ins cMRT geschickt hat. Das Ergebnis zeigt fast 10 weiße Flecken in meinem Gehirn. Läsionen die von Entzündungen herrühren. Infektiös oder autoimun das wird nun durch Entnahme von Hirnwasser untersucht. Es kann also nun sein dass aufgrund der Hirnschädigung das Hören an sich fehlinterpretiert bzw. Hyperinterpretiert wird. Was die Entzündungen an sich auslöst ist ein anderes Thema aber genauso wichtig. Geht zum Neurologen. Lasst mal ein cMRT machen. Liebe Grüsse

  • #560

    Nicole (Freitag, 18 Juni 2021 12:31)

    Hallo,

    kurz Vorweg, weil das ein langer Post wird: Ich habe für mich eine Lösung gefunden und habe Ruhe. Von Heilung will ich aus unten genannten Gründen hier aber nicht sprechen.

    Ich habe bei mir Ende Februar entdeckt, dass dieses Brummen, was ich seit 2019 alle paar Monate sporadisch höre gar nicht aus dem Haus kommt, sondern aus meinem Inneren. Beschreiben brauche ich das nicht, die meisten kennen die Charakteristiken dieses Brummens.

    Ich habe aus Erfahrungswerten geschlossen, dass es aus dem Nacken-/Schulterbereich kommen muss. Damit habe ich seit 2018 sehr oft zu tun und bin deshalb alle 6-12 Monate beim Physiotherapeuten. Ich denke, der hat das bisher immer wieder gelöst. Da bin ich also wieder hin, ohne Erfolg.
    Physiotherapeut: Damit gehen Sie besser zum HNO!
    HNO: Ohren sind ok, suchen Sie einen Orthopäden auf.
    Orthopäde: Sowas kommt aus den Kopfgelenken und da ist bei Ihnen alles frei.
    Niemand konnte oder wollte mir erklären, wieso es bei bestimmten Haltungen (Handy vorm Gesicht, Laptop, Schlafen) irgendwann auftaucht und nach Mobilisation und bei viel Bewegung verschwindet oder weniger wird.
    Ich war zusätzlich zur Atlastherapie und bei einer Ostheopathin. Wenn etwas geholfen hat, dann nur tageweise, nie nachhaltig. Die Tatsache, durch den Lockdown selbst nicht viel tun zu können, hat das Problem über Monate auf ein noch nie da gewesenes Maß verstärkt.

    Ruhe brachte mir letztendlich eine der günstigeren Massagepistolen, die man im Internet findet. Seitdem ich damit meine Muskeln bearbeite, habe ich ruhige Nächte.
    Zusätzlich dazu: 1-Wöchiger Urlaub mit Sauna-Möglichkeit, danach moderates Training.
    Aktuell kommt es in angespannten Situationen schon mal wieder, aber es ist seeehr viel dezenter, entspannt sich meist von allein wieder und die ruhigen Phasen werden immer länger. Die Pistole habe ich anfangs täglich benutzt, diese Woche zB nur 2x.

    Von Heilung möchte ich hier nicht sprechen, da Heilung immer Krankheit voraussetzt und es sich bei mir lediglich um Begleiterscheinungen von Verspannungen handelt. Bei mir setzen sie sich eben schon seit langem im Nacken fest. Da kann man nur an Entspannung und Stressbewältigung arbeiten.

    Folgende Tipps kann ich Brumm-geplangten mitgeben:
    in akuten Phasen Schlafkopfhörer mit Rauschen o.ä., damit habe ich das nicht gehört und konnte trotz allem einigermaßen gut schlafen. Es gibt da zB Stirnbänder mit integrierten Bluetooth Kopfhörern.
    nicht aufgeben... siehe oben, ich habe eine monatelange Rennerei hinter mir und habe mir letztendlich selbst geholfen.
    Ggf. das Kopfkissen wechseln, falsche Schlafhaltung begünstigt Verspannungen
    nicht zu viel/lange aufs Handy schauen und wenn, dann auf die Haltung achten, gleiches beim Laptop (ich vermute da bei mir den Auslöser)
    Regelmäßige Dehnübungen oder Yoga wirken chronischen Verspannungen entgegen
    In stressigen Situationen innehalten und fühlen, ob man die Schultern anzieht. Es ist Wahnsinn, wie oft ich das unbewusst mache.
    Triggerpunkt-Bogen und/oder Massagepistole zur Selbst-Massage
    Viel Bewegung... der Bewegungsapparat ist zum Bewegen da, nicht zur starren Haltung.
    Ggf. Meditation zur Entspannung

    Ich hoffe, meine Ansätze können anderen ebenfalls helfen und wünsche euch viel Erfolg!

  • #559

    Mone (Mittwoch, 16 Juni 2021 11:19)

    Hallo an alle

    Ich weiß garnicht wo ich anfangen soll ich bin momentan einfach nur verzweifelt aber auch froh auf dieses Forum hier gestoßen zu sein und irgendwie ist es etwas beruhigend zu wissen das man nicht alleine damit ist. Auf jeden Fall begann es bei mir vor einen halben Jahr als ich ein schleudertrauma hatte mit einen klassischen Tinnitus ein Rauschen was mich zu Beginn auch um den Verstand gebracht hat dieser wurde aber im laufe der Monate durch Physiotherapie und Chiropraktiker immer besser da dieser Tinnitus von der HWS durch das Trauma entstanden ist und mittlerweile komme ich gut klar damit. Dann merkte ich Anfang Mai immer mal wider besonders wenn ich ins Bett ging um zur Ruhe kommen wollte so leichtes kurzes Brummen erst dachte ich es wäre mein Blutdruck oder sowas in der Art und dachte mir erstmal nichts dabei dennoch leicht besorgt woher das kommen kann. Die nächsten Tage nahm ich es immer öfter mal kurz war und die Angst in mir stieg immer an und schenkte dem Brummen immer Aufmerksamkeit bis es eines Nachts so intensiv wurde das ich direkt aus dem Bett gesprungen bin und am liebsten den RTW gerufen hätte seit dem Tag an ist nichts mehr wie vorher natürlich habe ich viel rum gegoogelt und stoß auf sehr viele Theorien die mich noch verrückter machten an Schlaf und Ruhe war kaum noch zu denken…ich lies mir vom Hausarzt was zur Beruhigung verschreiben und auch was zum schlafen was manchmal nur bedingt half. Draußen in der Natur nehme ich es nicht war immer nur in geschlossenen Räumen und auch nicht überall obwohl es auch schon mal wo anders gebrummt hat wo ich zu Besuch war. Und er war auch schon mal für paar Tage komplett weg. Auch nach langen Autofahrten brummt es dann zuhause angekommen erstmal für einen Tag lang nicht. Was mir aufgefallen ist ist das es bei mir irgendwie mit einer Anspannung zu tun haben muss sobald ich ängstlich und verspannt bin ist er stärker wenn ich mich mal entspannt habe und abgelenkt war durch schöne Unternehmungen war er auch erstmal weg und sobald ich dachte na wo ist er denn und wieder eine Angst hoch kam fing es wieder leicht an zu brummeln. Durch Atem Übungen und selbst beruhigen habe ich ihn einmal aus bekommen dies erfordert mir richtig viel Kraft und ist sehr anstrengend da mit jeden Tag mehr wo ich meinen Brumm habe irgendwie die Angst noch größer wird. Ich hoffe so sehr das ich ihn irgendwie weg bekomme eigentlich hoffe ich das für alle die ihn noch haben. Ich kann mich im Moment einfach über nichts mehr freuen und das schlimmste sind die Nächte zurzeit dröhnt es richtig über Tags nehme ich oft weniger war liegt wohl an den Umgebungs Geräuschen und wie gesagt draußen auch nicht. Ich bin am überlegen eine Kur zu machen um einfach mal runter zu kommen von diesen Kampf mit dem Geräusch.
    Liebe Grüße Mone und weiterhin ganz viel Kraft

  • #558

    Angelika Rheinland (Montag, 14 Juni 2021 18:24)

    Liebe Maike,
    Bei mir hat auch zeitweise die gesamte linke Seite von der Schulter bis zum Fuß vibriert. Es kam wahrscheinlich von verspannten Muskeln, die Nerven wie zB den Ischias (von Hüfte bis Fuss) und an Hals und Schulter eingeklemnt haben. Mir hat immer ein warmes Bad oder Sauna geholfen. Und Progressive Muskelentspannung nach Jacobsen. Bitte check auch deinen Körper auf Fehlhaltung oder Verkrampfungen insbesondere im Bereich Arm/Schulter/Hals/Nacken und unterer Rücken. Versuch mal tanzen zur flotten Lieblingsmusik. Alles besser als erstarren!
    Ich hoffe, einer dieser Tips wird dir helfen! Gib nicht auf, wir fühlen mit dir!
    Liebe Grüße
    Angelika Rheinland

  • #557

    Antje Potsdam (Montag, 14 Juni 2021 17:46)

    Liebe Maike,

    so wie Dir ging es mir auch und andere haben auch davon geschrieben.
    Lies im Forum. Da wirst Du viele Tipps finden, die Dir helfen können.
    Heute geht es mir wieder gut.
    Viele Grüße
    Antje

  • #556

    Maike (Donnerstag, 10 Juni 2021 17:17)

    Hallo,
    Mitte Mai ging es bei mir los. Ich bin ehrlich gesagt ziemlich am Ende. Bei mir ist das Schlimme, dass inzwischen mein ganzer Körper STÄNDIG vibriert. Als ob ein Dieselmotor in meinem Körper wäre, der aber nie richtig anspringt. Geht das jemandem auch noch so? Ich komme leider so überhaupt nicht mehr zur Ruhe, da das Vibrieren in meinem Körper nicht mehr aufhört, werde ich 24h lang daran erinnert, dass etwas nicht in Ordnung ist. Ich merke es bei Sitzen, beim Liegen und kann mich somit überhaupt nicht entspannen, was ja aber so wichtig ist, damit es nicht noch schlimmer wird. Ich probiere gerade TCM und manuelle Therapie aus, aber nichts scheint wirklich zu helfen. Inzwischen wünsche ich mir, dass ich wenigstens nur noch das Brummen hören würde, denn dies könnte ich zumindest tagsüber übertönen. Aber das Vibrieren macht mich nun völlig fertig. Und wenn ich dann lese, dass das Jahre so gehen kann...

  • #555

    Carina (Dienstag, 04 Mai 2021 13:42)

    Ich bin so so froh, dass ich auf dieses Forum gestoßen bin. Bin 31 und aus Österreich/OÖ. Vor einem Jahr begann alles. Nur nachts, ein tieffrequenter, zermürbender Ton. Eigentlich immer der gleiche, nur mal leiser und lauter, ein auf und ab, die ganze Nacht . MIt Oropax sowie ohne. Als wäre eine Schiffsturbine unter meinem Bett oder ein Hubschrauber am Himmel. Das krasse, ich schlafe ein und werden nach 1-2 Stunden vom Ton munter und liege die ganze Nacht wach und werde nervlich vom Ton zersägt. Genrell begleitet mich starkes Ohrensausen, womit ich mich tagsüber allerdings gut arrangiere. Unlängst war es mal zwei Wochen gar nicht da. Zack- begann es wieder. Ich habe auch starke Kieferschmerzen, Verspannungen. War schon bei vielen Ärzten, Heilpraktikern, Hörtherapie. Nichts lässts es ganz verschwinden. Teilweise ist es so zermürbend laut, dass ich die ganze Nacht keine Auge zu mache, werde richtig aggressiv. Leistungsabfall vom feinsten. Ich kann es teilweise kaum glauben, dass die Ursache NICHT im außen liegt-. Es ist einfach ein so reales Geräusch, wo ich mir sehr schwer tue, anzunemen, dass dies von innen kommt. Dies Forum hildt mir gerade sehr. Ich fühlte mich alleine mit meinem Problem. Habe mir jetzt auch das Buch "Heil Therapiemöglichkeiten" bestellt. Ich greife des öfteren zu Schlaftabletten (Trittico 50mg oder Hoggar night) .. aber da darf am nächsten Morgen nichts sein, man ist total benebelt und hat einen Hang over( nehme kaum Tabletten..lediglich Nahrungsergänzungen..). Diese helfen zwar aber ich wache trotzdem auf, nehme den Ton halt schwächer wahr und fühle mich so k.o, dass ich wieder einschlafe. Ich würde so hoffen, dass ich es wegbekomme.

  • #554

    Angelika Rheinland (Sonntag, 18 April 2021 18:05)

    Liebe Brummer,
    In den vergangenen Monaten habe ich rückblickend betrachtet auch ein Experiment gemacht. Allerdings nicht wie Klaus geplant, sondern durch Nachlässigkeit und Verfallen in alte schlechte Gewohnheiten. Vor 3 Wochen fing es wieder an: Mein linkes Brummer-Ohr fühlte sich wie verstopft an, ein Auto mit laufendem Motor vor der Tür hat mich wahnsinnig gemacht und abends ging das Dröhnen wieder los. Nach Monaten der Ruhe! Vom vielen Sitzen waren auch meine Beine und Schultern verkrampft, der Ischias meldete sich und die Füße und Hände kribbelten ab und zu (wahrscheinlich eingeklemmte Nerven).

    Was habe ich gemacht? Ich bin wieder faul und nachlässig geworden. Sitze seit Oktober im Homeoffice und habe seit Weihnachten weder Entspannungsübungen, lange Spaziergänge oder Training auf dem Trampolin gemacht. Hatte auch wegen Corona weder Massagen noch Sauna. Dazu habe ich zusätzlich zur Büroarbeit wieder täglich 2-3 Stunden am Rechner gedaddelt und ständig das Handy viel zu lange in der linken Hand gehalten. Viel TV sehen im Liegen, essen in gebeugter Haltung am Couchtisch und verkrampfte Haltung haben das Höllen-Szenario vervollständigt. Mein Hals, Nacken und Schultern knirschen und tun bei Bewegung wie bei einem Muskelkater weh. Also kam mal wieder alles zusammen, was meinen eigentlich seit Jahren ruhigen Brummbären wieder geweckt hat.

    Da ich kein Typ für Sport oder Yoga bin, habe ich wieder meine Zeiten am Handy und PC stark zurückgefahren, auf meine Haltung geachtet, bin beim TV sehen auf dem Trampolin gelaufen oder mache beim Fernsehen im Stehen leichte Gymnastik für Arme, Beine und Schultern und versuche wieder mehrmals die Woche Muskelentspannung nach Jacobs zu machen. Dazu Wärmekissen und Massage am Kopf von hinter den Ohren am Kieferrand entlang und die Hals- und Schulterpartie. Bade auch wieder warm, gerne mit Salz aus dem Toten Meer.

    Nach schmerzhaften und anstrengenden 2 Wochen fühle ich mich schon besser. Ich bin beweglicher, das Brummen ist deutlich leiser und ich schlafe wieder gut Ich könnte mich selbst ohrfeigen, weil ich es eigentlich besser wissen sollte. Warum habe ich mich wieder hängen lassen, obwohl ich die Auslöser für meinen Brumnton gut kenne??? Höre aber jetzt auf, mich selbst zu bestrafen und werde wieder aktiv im Brummbär-Zähmen.

    Werde jetzt durch regelmäßige Selbsttests checken, ob ich wieder erste Warnzeichen habe und in die Gefahrenzone komme. Vielleicht setze ich mir selbst Termine im Kalender und mache eine Checkup Liste: Ist meine Kiefer-Hals Partie verspannt? Fühlt sich das Ohr verstopft an? Ist mein Kiefer verkrampft? Wieviel Zeit habe ich am Handy verbracht? Mache jetzt übrigens auch Schluss für heute, weil das Schreiben dieses Beitrags auch wieder zu lange gedauert hat:))

    Bleibt dran und gebt nicht auf!
    Liebe Grüße und viele sonnige Tage
    Angelika Rheinland

  • #553

    Antje Potsdam (Samstag, 17 April 2021 08:52)

    Hallo an alle,

    bei mir hilft sehr deutlich die Yoga Kindshaltung mit den Armen ausgestreckt nach vorne. Wenn ich zu lange vor dem Fernseher lümmle, wird der Ton lauter und dann mache ich die Übung.
    Ich weiß auch, dass mir Entspannungsübungen, YinYoga, Kieferübungen und alles was vom YouTube Kanal „Deine Faszien“ kommt, geholfen haben, dass ich von 24/7 laut dröhnendem Ton auf nur noch selten den Ton hören, gekommen bin. Es hat ca 2 Jahre gedauert.

    AllesGute und haltet Euch gerade.

    Antje

  • #552

    Dani (Samstag, 10 April 2021 16:22)

    Hallo ihr Leidensgenossen..
    Also wodurch es bei mir besser geworden ist:

    Defintiv auch Atemübungen besonders die zwerchfellatmung die ihr bei YouTube mal eingeben könnt, Zwerchfell yoga...das zwechfell hängt mit der oberen Halswirbelsäule zusammen und die eine Verbindung eben auch zu den Ohren hat.

    Yin joga auch mal bei youtube eingeben..Besonders maddie morrison macht das ganz toll.

    Allgemein habe ich jeden Abend zum Einschlafen 15 min. entspannungsjoga für die Nacht gemacht weil bei mir die ohrgeräusche besonders nachts gekommen sind.

    Dann noch bei Kieferfreund übungen zur zungenruhelage gemacht.

    Bei mir hat es jetzt nach 2 jährigen brummen endlich was gebracht.
    Liebe Grüße und gebt nicht auf!

  • #551

    David (Freitag, 09 April 2021 19:55)

    Hallo Klaus,
    Könntest du uns denn einmal deinen Tages- oder Wochenablauf im Detail erläutern. Wie gestaltest du deine tägliche Atemmeditation? Hast du spezielle Dehnungsübungen und wie sieht das Hanteltraining aus?

    Dein Experiment klingt sehr spannend und scheint ja auch zu beweisen, dass die täglichen Routinen extrem wichtig und entscheidend sind. Außerdem unterstützt es den Ansatz vieler Betroffener, dass der Ton in irgendeiner Weise durch Verspannungen und/oder damit einhergehenden Reizungen bestimmter Nerven in Verbindung gebracht werden kann.

    Ich für meinen Teil gehe 2 mal pro Woche Joggen, um die 10km. Dies hat einen sehr unterschiedlichen Einfluss auf den Ton. Für die geschundene Psyche ist es super, der Ton an sich fühlt sich hin und wieder eher gestresst. Ich habe viele Rücken- und Nackenschmerzen, die sich gerne auch in Kopfschmerzen äußern. Sehe da auf jeden Fall einen Zusammenhang. Was mir wirklich nahezu immer hilft, ist ausdauerndes Schwimmen. Corona macht mir da allerdings seit nem Jahr ein Strich durch die Rechnung. Lange Autofahrten mag der Ton bei mir nicht. Ich bin völlig ungelenkig und komme nicht ansatzweise mit den Händen Richtung Boden. Und das im zarten Alter von 36 Jahren ;-). Ansonsten wiege ich bei 1,77m 65kg und würde mich eher als sportlich bezeichnen. Rauchen tue ich nicht, genieße allerdings gerne ein Pils vom Arbeitgeber meiner Frau- Bitte ein Bit. Ich verbringe täglich 3-4 Stunden am Schreibtisch und Monitor, bin allerdings auch viel mit meinen Kids auf Tour ( 7 und 4 Jahre alt).

    Nun denn, das zu meiner Person. Klaus, ich bin gespannt auf genauere Erläuterungen deine Routinen. Das finde ich sehr spannend, vor allem nach deinem Experiment.

    Ein schönes Wochenende allen!

    Beste Grüße
    Dave