Das Leben als Betroffener des Brummtons

Auslöser des Brummtons HUM

Der Brummton hat bei vielen Menschen im Alter ab 28 Jahren eingesetzt und war bisher nie wieder richtig wegzukriegen. Mir sind nur extrem wenige Brummtonhörer bekannt, die den Brummton unter 25 Jahren Lebensalter gehört haben.

Es werden verschiedene Auslöser berichtet, durch die ganz normale Menschen zum "Brummer" geworden sind:

- spontanes Auftreten: meist ab einem Lebensalter von 28 Jahren
- nach einer Erkältung
- nach Tubenkatarrh
- nach Mittelohrentzündung
- nach einem Hörsturz

- nach klassisch-homöopathischer Behandlung

 

Etwa ein Drittel der Betroffenen des Brummton-Phänomens haben neben dem nächtlichen Brummen auch noch Erfahrungen mit einem (hohen) Tinnitus und können beide Ohrgeräusche in ihrer Art deutlich unterscheiden. Oft wird der Brummton als viel belastender beschrieben. Der Brummton ist kein Tinnitus


 

 

Akute Phase am Anfang

Das Brummen steigert sich am Anfang in Lautstärke und Intensität erheblich. Die Vibrationen betreffen teilweise den ganzen Körper. Beklemmung, Unsicherheit und Verzweiflung bestimmen das ganze Leben, an Schlaf ist gar nicht zu denken.

Hilfe ist nur schwer zu bekommen, da nur selten in der Familie oder im Freundeskreis ebenfalls Brummtonhörer sind, die das Leiden kennen.

Aus der Not werden Ämter mobilisiert, Vermieter oder Industrieanlagen verdächtigt, Heizungsanlagen verflucht und großer Zorn richtet sich auf geheime militärische Anlagen.

Besonders in der akuten Phase ist man auf Hilfe und Erfahrung anderer angewiesen. In meinem eBook Mögliche Ursachen des Brummtons habe ich ein Kapitel zur ersten Hilfe zusammengestellt.

 

Phase der Verzweiflung und Suche

Brummtonhörer oder "Brummer" erleben nach der akuten Zeit eine Phase der Verzweiflung, wo sie nach Ursachen in ihrer Umwelt suchen. Das ist meistens vergeblich: die Ursache lässt sich nicht ohne weiteres finden, anfängliche Verdachtsmomente lassen sich nicht bestätigen oder können nicht gelöst werden.

Also sucht man bei sich im Körper mit allen möglichen Mitteln einen Fehler oder eine Krankheit  zu finden. Aber der Weg führt auch nicht weiter.

Einige Brummton-hörer haben sogar Phasen, in denen es still ist - aber dann kommt der Ton wieder zurück.

Man kann ein paar individuell verschiedene Möglichkeiten finden, sich so zu stärken, daß man eine Weile nichts hört oder wenigstens das Brummen erträgt. Mehr dazu unter: Erfahrungen, was hilft

 

Phase der Resignation

Wir Brummer enden meist in Resignation: wir hören es halt, es ist ja nicht so schlimm, je mehr man sich darauf konzentriert, um so lauter wird es - also lebt man eben damit und redet nicht darüber. Darum befinden sich nur ganz wenige Brummtonhörer über längere Zeit in den vielen Foren des Internets. Wenn man halbwegs schlafen kann, beschäftigt sich kein Brummer gerne mit dem Brummton. Denn es ist immer noch ein frustrierendes Thema.

 

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